Kristersson: "Viele hätten Putin ernster nehmen müssen"

22. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politische Warnung aus Stockholm zum Ukrainekrieg

Stockholm () – Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson hat vor einer strategischen Ungeduld des Westens im Ukrainekrieg gewarnt und zu einer härteren europäischen Antwort auf russische Hybridangriffe aufgerufen.

„Russland ist nicht schwerer zu lesen als vor dem Überfall. Viele hätten Putin ernster nehmen müssen, gerade in . Moskau agitiert direkt und über Stellvertreter, um Unsicherheit zu säen. Im Ukrainekrieg setzt der Kreml auf unsere Ungeduld. Darauf, dass wir sagen: `Man kann diesen Krieg nicht gewinnen.` Oder: `Wir brauchen das Geld fürs Soziale.` Er hofft, die Zeit arbeite für ihn – und dass wir eingefrorene russische Vermögenswerte nicht nutzen“, sagte Kristersson dem „Spiegel“.

Als Konsequenz fordert der Regierungschef eine entschlossene finanzpolitische und sicherheitspolitische Antwort der EU: „Die EU sollte russische Vermögen einfrieren und für die einsetzen. Zudem müssen wir russische Desinformation im Blick behalten – sie zielt gerade auf sensible Milieus, etwa die russischsprachige Community. Putin setzt darauf, dass Europas Demokratien ungeduldig werden und auseinanderdriften. Dem dürfen wir nicht nachgeben“, sagte der Konservative, der seit 2022 das Land regiert.

Kristersson lobte den Zusammenhalt Europas und der transatlantischen Partner seit Kriegsbeginn: „Europa und die transatlantische Gemeinschaft stehen zusammen. 26 von 27 EU-Staaten unterstützen die Ukraine.“ Zugleich unterschied er zwischen einem „EU-Minus“ – wegen Ungarns oft abweichender Haltung – und einem „EU-Plus“ aus EU und Partnerstaaten wie Großbritannien, und .

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ulf Kristersson am 19.11.2025

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Ulf Kristersson warnt vor strategischer Ungeduld des Westens im Ukrainekrieg.
  • Forderung nach einer entschlossenen finanziellen und sicherheitspolitischen Antwort der EU auf russische Aggressionen.
  • Betonung des Zusammenhalts Europas und der transatlantischen Partner seit Kriegsbeginn, mit nahezu einheitlicher Unterstützung für die Ukraine.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: EU-Staaten, insbesondere Deutschland
  • Region: Europa, Schwerpunkt auf den EU-Staaten und transatlantische Partner
  • Zahlen/Fristen: 26 von 27 EU-Staaten unterstützen die Ukraine; strategische Ungeduld als zentrales Thema, ohne spezifische Fristen angegeben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warnung vor strategischer Ungeduld des Westens im Ukrainekrieg
  • Aufruf zu härteren Maßnahmen gegen russische Hybridangriffe
  • Wachsende Unsicherheit und Desinformation durch Russland, insbesondere in sensiblen Gruppen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • EU soll russische Vermögenswerte einfrieren und für die Ukraine einsetzen
  • Russische Desinformation soll beobachtet werden, um die Sensibilität der betroffenen Communities zu berücksichtigen
  • Betonung auf Zusammenhalt Europas und transatlantischer Partner
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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