Gabriel warnt vor "zweitem Versailles"

23. November 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Europäische Reaktionen auf US-Plan zur Ukraine

() – Der frühere Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Europäer dazu aufgerufen, alles dafür zu tun, um den 28-Punkte-Plan der USA für die zu verändern.

„Auch wenn die Hoffnung auf Erfolg sehr gering ist: Die Europäer müssen alles daransetzen, die USA doch noch zu einer Änderung dieses Diktatfriedens zu bewegen“, sagte Gabriel dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). „Der Ukraine und Europa droht sonst ein zweites Versailles und der Verlust seiner inneren und äußeren Stabilität.“

Die Pläne der Regierung von US-Präsident Donald Trump hätte „sehr weitreichende Konsequenzen für uns Europäer“, sagte der Vorsitzende der Atlantik-Brücke. „Der Plan kommt einem Verrat an allem gleich, was bislang unser transatlantisches Verhältnis ausgemacht hat“, so Gabriel. Sollte der sogenannte 28 Punkte-Plan Realität werden, dürfe sich „niemand mehr Illusionen über das Verhältnis der USA zu Europa“ haben. „Die Vereinigten Staaten sind dann nicht mehr unser Bündnispartner, sondern verbünden sich mit Europas ärgstem Feind“, sagte der frühere SPD-Vorsitzende. „Dann können und dürfen wir uns nicht mehr auf den Beistand der USA im Falle einer russischen Aggression verlassen.“

Europa sei dann auf sich allein gestellt und müsse umso entschiedener seine wirtschaftliche Kraft erneuern und seine militärischen Fähigkeiten ausbauen, sagte Gabriel: „Niemand darf sich darauf verlassen, dass die bislang so erfolgreiche transatlantische Werte- und Interessengemeinschaft jemals wiederbelebt werden kann.“ Denn das bleibe voraussichtlich auf längere Zeit „eine völlig offene Frage“.

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Der Transatlantikkoordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi (SPD), rief ebenfalls die Europäer dazu auf, sich für ihre und die Interessen der Ukraine einzusetzen. „Mich hat es nicht überrascht, dass jetzt erneut ein Papier auf den Tisch kommt, das viele Forderungen Russlands aufnimmt“, sagte Hakverdi dem „Tagesspiegel“. „Wir müssen jetzt als Europäer gemeinsam alles dafür tun, dass die Interessen der Ukraine und unsere europäischen Sicherheitsinteressen nicht über unsere Köpfe hinweg verhandelt werden. Der Druck auf Russland muss erhöht werden, nicht der auf die Ukraine.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sigmar Gabriel (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Sigmar Gabriel fordert Europa auf, den 28-Punkte-Plan der USA für die Ukraine zu ändern.
  • Gabriel sieht im Plan einen Verrat an den transatlantischen Beziehungen und warnt vor Verlust der Stabilität.
  • Metin Hakverdi betont die Notwendigkeit, die Interessen der Ukraine und europäische Sicherheitsinteressen zu verteidigen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Sigmar Gabriel (früherer Außenminister, SPD): fordert Europäer zum Handeln bezüglich des 28-Punkte-Plans der USA für die Ukraine auf
  • Metin Hakverdi (Transatlantikkoordinator der Bundesregierung, SPD): ruft Europäer zur Unterstützung der Ukraine und zur Wahrung europäischer Sicherheitsinteressen auf
  • Hauptzielgruppe: Europäische Länder; Region: Europa; Folgen: Verlust der Stabilität, Notwendigkeit des Ausbaus der militärischen Fähigkeiten in Europa

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Sigmar Gabriel fordert europäische Bemühungen zur Veränderung des 28-Punkte-Plans der USA für die Ukraine.
  • Warnung vor einem "Diktatfrieden" und möglichen weitreichenden Konsequenzen für die europäische Stabilität.
  • Befürchtung, dass die USA sich mit Russlands Interessen verbünden und Europa sich daraufhin militärisch und wirtschaftlich selbst behaupten muss.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Europäer sollen alles tun, um den 28-Punkte-Plan der USA zu ändern.
  • Druck auf Russland erhöhen, nicht auf die Ukraine.
  • Interessen der Ukraine und europäische Sicherheitsinteressen müssen gewahrt werden.
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