Schulze will Abschwächung von EU-Emissionshandel

13. März 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Klimapolitik in Sachsen-Anhalt unter Diskussion

() – -Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat eine Abschwächung der europäischen Klimapolitik gefordert. „Wir brauchen Entlastungen beim europäischen Zertifikatehandel ETS“, sagte er der Nachrichtenseite von ntv am Freitag. „Die EU nimmt CO2-Zertifikate aus dem Markt, verteuert die vorhandenen Zertifikate und lässt den Gaspreis damit steigen. Das halten wir nicht mehr lange durch.“

Im Europäischen Emissionshandelssystem für die Sektoren Industrie und Energie (ETS-1) gibt es eine Obergrenze für CO2-Emissionen. Pro Tonne CO2-Äquivalente, die etwa beim Verbrennen von Gas emittiert wird, müssen die betroffenen Unternehmen Zertifikate kaufen. Diese Zertifikate wurden über mehrere Jahre aufgeteilt, sodass die Menge an Zertifikaten – und damit an CO2-Emissionen – jährlich sinkt. Senken die betroffenen Unternehmen langsamer ihre Nachfrage als das Angebot sinkt, steigt der Preis der Zertifikate. Gas zum Heizen von Gebäuden ist vom ETS-1 nicht betroffen: Für den Gebäude- und den Verkehrssektor soll erst ab 2028 ein zweites Emissionshandelssystem (ETS-2) gelten.

Der CDU-Politiker stellte das Klimazwischenziel für 2045 infrage. „Ich bin für die Einhaltung der Klimaziele. Aber bis 2040 zu 90 Prozent klimaneutral zu werden, das ist zu knapp. Wenn wir uns 2045 vornehmen, wäre das schon schwer genug. Sonst gefährden wir unseren Wohlstand“, sagte er.

Nach dem Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts von 2021 muss seine Klimapolitik nicht nur an einem Ausstiegsdatum festmachen, sondern darf in der Zeit bis dahin ein bestimmtes CO2-Budget nicht überschreiten. Dabei dürfen Reduktionslasten aus Gründen der „intertemporalen Freiheitssicherung“ nicht übermäßig in die Zukunft verschoben werden.

Siehe auch:  "Sondervermögen" ist "Unwort des Jahres" 2025

Schulze forderte Hilfen für Autofahrer, wenn die Spritpreise anhaltend hoch bleiben. „Was in Deutschland passiert, ist einfach Abzocke. Das Benzin und der Diesel, die wir jetzt tanken, können in der Herstellung noch gar nicht so teuer gewesen sein. Das Öl dafür wurde lange vor dieser Krise gekauft“, sagte er. „Wenn das über einen längeren Zeitraum so weitergeht, brauchen wir einen Reaktionsmechanismus aus .“

In gebe es viele Pendler, die teilweise 100 Kilometer zur Arbeit fahren. „Da würden schon die Richtigen von günstigerem Benzin und Diesel profitieren“, sagte der CDU-Politiker.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sven Schulze (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Sven Schulze fordert eine Abschwächung der europäischen Klimapolitik, insbesondere beim ETS.
  • Er stellt das Klimazwischenziel für 2045 infrage und bezeichnet das Ziel für 2040 als zu ambitioniert.
  • Schulze verlangt Hilfen für Autofahrer bei anhaltend hohen Spritpreisen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Unternehmen im Industriesektor und der Energieversorgung
  • Zieljahr 2045 für Klimaneutralität, kritische Anmerkungen zur Einhaltung bis 2040
  • betrifft Pendler in Sachsen-Anhalt, die bis zu 100 km zur Arbeit fahren

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Abschwächung der europäischen Klimapolitik gefordert wegen steigender CO2-Zertifikatepreise
  • Bedenken bezüglich der Erreichung der Klimaziele bis 2040, um Wohlstand nicht zu gefährden
  • Hohe Spritpreise als Abzocke empfunden; Notwendigkeit eines Reaktionsmechanismus gefordert

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Abschwächung der europäischen Klimapolitik fordern
  • Hilfen für Autofahrer bei hohen Spritpreisen anstreben
  • Reaktionsmechanismus aus Berlin bei anhaltend hohen Preisen verlangen

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