Auch Sozialverband fordert Arzneimittelpreis-Bremse

15. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Deutschland: Kosten und Reformen

() – Nach den Krankenkassen hat auch der Sozialverband SoVD ein Eingreifen der Politik gegen teure Medikamente gefordert. „Es kann nicht sein, dass die Beiträge der Versicherten immer weiter steigen, während die Pharmaindustrie Milliardengewinne einfährt“, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Konkret forderte Engelmeier eine „Schnellbewertung der Kosten-Nutzen-Relation neuer Medikamente schon vor der Zulassung“, um „Fantasiepreise“ der Konzerne zu verhindern. Um das zu ermöglichen, müsse die Regierung „dringend“ das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) reformieren. Ein solcher Schritt würde „sowohl Kassen als auch Versicherte entlasten“.

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat eine Expertenkommission eingesetzt, die bis Ende März Vorschläge für Einsparungen bei der Gesundheitsversorgung vorlegen soll, um neue Beitragssteigerungen zu verhindern. Mit Blick auf ein drohendes Milliardendefizit der Kassen ruft auch der Kassen-Spitzenverband GKV zu Einsparungen bei Medikamenten auf. „Die Arzneimittelpreise bei uns sind schon die höchsten hinter denen der USA. Wenn es darum geht, daran etwas zu ändern, war die Politik bislang zu zaghaft“, sagte der GKV-Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt der NOZ.

Für Arzneimittel haben die Kassen im vergangenen Jahr 58,5 Milliarden Euro ausgegeben, mehr als für die ambulante ärztliche Versorgung.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tabletten (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • SoVD fordert politische Eingriffe gegen teure Medikamente.
  • Schnellbewertung der Kosten-Nutzen-Relation neuer Medikamente vor Zulassung gefordert.
  • Gesundheitsministerin setzt Expertenkommission zur Vorschlagserarbeitung bis Ende März ein.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: gesetzlich Versicherte, Pharmaindustrie, Sozialverband SoVD, Gesundheitsministerin, Kassen-Spitzenverband GKV
  • Stärke: Forderung nach Reform des AMNOG, Einsparungen bis Ende März, Arzneimittelausgaben von 58,5 Mrd. Euro im Vorjahr
  • Zielgruppen: Politiker, Versicherte, Kassen, Pharmaunternehmen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Steigende Beiträge der Versicherten
  • Milliardengewinne in der Pharmaindustrie
  • Höchste Arzneimittelpreise hinter den USA

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Forderung nach Schnellbewertung der Kosten-Nutzen-Relation neuer Medikamente vor der Zulassung
  • Reform des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) zur Entlastung von Kassen und Versicherten
  • Einsatz einer Expertenkommission zur Erarbeitung von Einsparungsvorschlägen bis Ende März

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