IAQ-Report: Niedriglohn bleibt verbreitet – Arbeitszeit entscheidet über Armutsrisiko

16. März 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Niedriglohn und Armutsrisiko in Deutschland

() – Fast jeder fünfte abhängig Beschäftigte in arbeitete im vergangenen Jahr im Niedriglohnsektor. Das teilte die Universität Duisburg- am Montag mit.

Trotz des auf 12 Euro angehobenen gesetzlichen Mindestlohns verdienten rund 7,2 Millionen Menschen weniger als zwei Drittel des Medianlohns.

Besonders hoch ist das Armutsrisiko unter Niedriglohnbeschäftigten: 22,6 Prozent galten 2022 als armutsgefährdet, während die Quote unter allen abhängig Beschäftigten bei 7,3 Prozent lag. Ende der 1990er-Jahre waren Niedriglohnbeschäftigte mit 9,3 Prozent noch deutlich seltener von Armut betroffen.

Entscheidend ist laut dem Report nicht allein der Lohn, sondern vor allem die Arbeitszeit.

Der Niedriglohn konzentriert sich auf bestimmte Gruppen. Besonders verbreitet ist er bei Minijobs: Fast vier von fünf Minijobbern verdienen unterhalb der Niedriglohnschwelle.

Auch Jüngere, Geringqualifizierte und befristet Beschäftigte sind besonders häufig betroffen. Bei Frauen liegt der Niedriglohnanteil bei 23,5 Prozent, bei ausländischen Beschäftigten bei 28,4 Prozent.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Reinigungskraft in einer U-Bahn-Station (Archiv)

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  • Fast jeder fünfte abhängig Beschäftigte in Deutschland arbeitete im Niedriglohnsektor.
  • 7,2 Millionen Menschen verdienten weniger als zwei Drittel des Medianlohns.
  • 22,6 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten galten 2022 als armutsgefährdet.

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  • betrifft: abhängig Beschäftigte in Deutschland, insbesondere Minijobber, Jüngere, Geringqualifizierte, Frauen, ausländische Beschäftigte
  • 7,2 Millionen Menschen verdienen weniger als zwei Drittel des Medianlohns
  • 22,6 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten waren 2022 armutsgefährdet, Vergleich: 7,3 Prozent unter allen Beschäftigten

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  • Fast jeder fünfte abhängig Beschäftigte im Niedriglohnsektor
  • Hohe Armutsgefährdung (22,6% Niedriglohnbeschäftigte, im Vergleich zu 7,3% aller Beschäftigten)
  • Konzentration des Niedriglohns auf bestimmte Gruppen (Minijobs, Jüngere, Geringqualifizierte, Frauen, ausländische Beschäftigte)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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