Euro bleibt führende Währung bei Exporten in Drittstaaten
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftliche Entwicklungen im Außenhandel Deutschlands
Wiesbaden () – Im Jahr 2025 ist der Euro bei deutschen Warenexporten in Staaten außerhalb der Europäischen Union das meistverwendete Zahlungsmittel gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, wurden nach vorläufigen Ergebnissen 54,7 Prozent der deutschen Exportgeschäfte in die Drittstaaten in Euro abgewickelt.
In US-Dollar wurden 26,4 Prozent der Exporte abgerechnet. Danach folgten Exportgeschäfte in britischem Pfund mit einem Anteil von 4,8 Prozent, chinesischem Renminbi Yuan mit 2,7 Prozent und Schweizer Franken mit 2,4 Prozent. Die restlichen 8,9 Prozent der Exporte in Drittstaaten wurden in anderen Währungen bezahlt.
Importseitig war der US-Dollar im Jahr 2025 das am weitesten verbreitete Zahlungsmittel im Warenhandel mit Drittstaaten. 45,2 Prozent der Importgeschäfte wurden in US-Dollar bezahlt. In Euro wurden 43,8 Prozent, in chinesischem Renminbi Yuan 3,6 Prozent, in Schweizer Franken 2,8 Prozent und in britischem Pfund 1,7 Prozent der Importgeschäfte abgerechnet. In anderen Währungen wurden nur 2,9 Prozent der Importe bezahlt.
Im Handel mit den wichtigsten Empfängerländern deutscher Waren außerhalb der EU unterscheiden sich die Anteile der bei Exportgeschäften genutzten Rechnungswährungen stark. So wurden die Exporte in die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 zu 68,6 Prozent in US-Dollar und zu 30,6 Prozent in Euro abgerechnet. Nur 0,8 Prozent der exportierten Waren wurden in anderen Währungen gezahlt.
Demgegenüber wurden die von Deutschland nach China exportierten Waren im Jahr 2025 hauptsächlich in Euro bezahlt (61,0 Prozent). Danach folgten die chinesische Währung Renminbi Yuan mit einem Anteil von 23,0 Prozent und der US-Dollar mit 15,1 Prozent. In anderen Währungen wurden lediglich 0,9 Prozent der Exportgeschäfte mit China abgewickelt.
Auch im Handel mit dem Vereinigten Königreich wurden 2025 die meisten deutschen Exporte in Euro bezahlt (48,5 Prozent). Der US-Dollar spielte mit einem Anteil von 8,1 Prozent nur eine untergeordnete Rolle. Weitaus mehr Exporte in das Vereinigte Königreich wurden in britischem Pfund abgerechnet (41,4 Prozent). Andere Währungen hatten bei den deutschen Exportgeschäften mit dem Vereinigten Königreich einen Anteil von 2,0 Prozent.
Beim Handel mit der Schweiz dominierten im Jahr 2025 die Exporte, die in Euro abgewickelt wurden. Der Euro lag mit einem Anteil von 71,0 Prozent weit vor dem Schweizer Franken mit 22,0 Prozent und dem US-Dollar mit 4,4 Prozent an den Rechnungswährungen. Andere Währungen hatten lediglich einen Anteil von 2,6 Prozent.
Auch bei den Importen nach Deutschland aus den wichtigsten Lieferländern außerhalb der EU ergab sich für die Zahlungsabwicklung nach Währungen ein differenziertes Bild, so die Statistiker. Im Handel mit China wurden im Jahr 2025 mit einem Anteil von 50,8 Prozent die meisten Wareneinfuhren in US-Dollar abgerechnet. In Euro wurden 31,1 Prozent und in chinesischem Renminbi Yuan nur 16,7 Prozent der Importgeschäfte abgewickelt (andere Währungen: 1,4 Prozent).
Bei den Importen aus den Vereinigten Staaten hatte der US-Dollar in Jahr 2025 mit einem Anteil von 78,4 Prozent eine noch größere Bedeutung als bei den Exportgeschäften. In Euro wurden lediglich 20,0 Prozent der Importwaren gezahlt (andere Währungen: 1,7 Prozent).
Bei Importgeschäften mit der Schweiz hingegen spielte der US-Dollar im Jahr 2025 mit einem Anteil von 6,6 Prozent nur eine untergeordnete Rolle. Hier dominierte der Euro mit einem Anteil von 67,0 Prozent der abgerechneten Währungen, gefolgt vom Schweizer Franken mit einem Anteil von 23,4 Prozent (andere Währungen: 3,1 Prozent).
Der Handel mit dem Vereinigten Königreich wurde auch importseitig hauptsächlich in Euro abgerechnet. Im Jahr 2025 lag der Euro mit einem Anteil von 50,3 Prozent an den fakturierten Währungen vor dem US-Dollar mit 25,9 Prozent und dem britischen Pfund mit 23,2 Prozent (andere Währungen: 0,6 Prozent).
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hamburger Hafen (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Im Jahr 2025 wurden 54,7 Prozent der deutschen Exporte in Drittstaaten in Euro abgewickelt.
- Der US-Dollar war bei Importen in Drittstaaten mit 45,2 Prozent das meistverwendete Zahlungsmittel.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft deutsche Warenexporte und -importe in Staaten außerhalb der EU
- Euro: 54,7% der Exporte, 43,8% der Importe in 2025
- US-Dollar: 26,4% der Exporte, 45,2% der Importe in 2025
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Euro dominierte Exportgeschäfte deutscher Waren außerhalb der EU mit 54,7 Prozent.
- Im Handel mit den USA wurde ein hoher Anteil von 68,6 Prozent in US-Dollar abgerechnet.
- Zahlungssysteme variieren stark je nach Empfängerländern, z.B. hohe Euro-Anteile bei China und dem Vereinigten Königreich.
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Keine Angabe
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Mann nach antisemitischer Schmiererei in Reinickendorf festgenommen - 20. März 2026
- Mann in Karlsruher Südweststadt mit Messer bedroht und beraubt - 20. März 2026
- Zwei Männer bei Messerattacke in Bremen schwer verletzt - 20. März 2026
