BASF-Chef: Preise und Margen auf historisch niedrigem Niveau

21. März 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: BASF investiert trotz Marktrisiken in China

Ludwigshafen () – Wenige Tage vor der Eröffnung eines neuen Chemiewerks in räumt BASF-Chef Markus Kamieth ein, dass sich diese Milliardeninvestition für den Konzern später als geplant lohnen wird.

„Wir starten in einem überversorgten Markt, in dem die Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau liegen“, sagte Kamieth der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Die Profitabilität wird in den ersten Jahren daher deutlich unter dem sein, was wir uns ursprünglich vorgestellt hatten.“

Grundsätzlich verteidigte Kamieth die Entscheidung für den Bau des neuen Werks. Daran änderten nicht einmal geopolitische Risiken wie die Gefahr eines Kriegs um Taiwan etwas. „Wenn wir aufhören, in China zu investieren, ziehen wir uns aus der Hälfte des Weltmarkts zurück. Dieses Szenario ist für mich deutlich risikoreicher als eine Investition in China“, sagte der BASF-Chef.

Zu den Folgen des Irankriegs und der Blockade der Straße von Hormus für BASF sagte Kamieth: „Aktuell sind die Auswirkungen noch überschaubar. Die Straße von Hormus stellt für uns derzeit keinen unmittelbaren Engpass für Rohstoffe oder den weltweiten Produktvertrieb dar.“

Der neue Standort in Zhanjiang im Süden Chinas, der am kommenden Donnerstag eröffnet werden soll, hat nach Auskunft von BASF rund 8,7 Milliarden Euro gekostet. Es handelt sich um die größte einzelne Investition in der Geschichte des 1865 gegründeten Unternehmens. Gegenüber der FAS betonte Kamieth, dass der Konzern langfristig gleichwohl nirgendwo so viel Geld investiere wie am Stammwerk in Ludwigshafen. Das bleibe auch in Zukunft so. Der neue Standort sei zudem nicht dazu da, jüngst stillgelegte Anlagen in Ludwigshafen zu ersetzen. „Wir verlagern nichts nach China“, sagte Kamieth.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: BASF (Archiv)

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  • BASF-Chef Markus Kamieth erwartet, dass sich die Investition in das neue Chemiewerk in China später als geplant lohnen wird.
  • Die Profitabilität des neuen Werks wird in den ersten Jahren deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen liegen.
  • Die Investition in China wird trotz geopolitischer Risiken verteidigt, um nicht aus der Hälfte des Weltmarkts zurückzuziehen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • BASF-Chef Markus Kamieth erläutert Herausforderungen für neues Chemiewerk in Zhanjiang, China
  • Investition von 8,7 Milliarden Euro, größte in der Unternehmensgeschichte
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  • BASF eröffnet neues Chemiewerk in Zhanjiang, China.
  • Trotz niedriger Marktpreise und Margen wird langfristig investiert.
  • Keine Verlagerung von Produktionsanlagen aus Ludwigshafen nach China.
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