Linke fordert Verbot von Arzneimittel-Versandhandel

23. März 2026
Linke fordert Verbot von Arzneimittel-Versandhandel

Mecklenburg-Vorpommern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Mecklenburg-Vorpommern im Fokus

() – Die Linksfraktion im Landtag fordert ein Verbot des Versandhandels mit apothekenpflichtigen und frei verkäuflichen Arzneimitteln. Das teilte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Torsten Koplin, anlässlich des bundesweiten Apothekenprotesttages am Montag mit.

Er sagte, dass Versandapotheken aus dem In- und Ausland die wirtschaftliche Grundlage der Vor-Ort-Apotheken untergrüben und so die flächendeckende Versorgung gefährdeten.

Viele Apotheken, besonders im ländlichen Raum, kämpften um ihre Existenz. Die letzte Honorarerhöhung liege 13 Jahre zurück, während die Betriebskosten stiegen.

Zudem müssten sich Versandapotheken nicht am Notdienst beteiligen und ausländische Anbieter unterlägen nicht dem deutschen Recht. In Mecklenburg-Vorpommern sei die Apothekendichte bezogen auf die Fläche bereits jetzt bundesweit am geringsten.

Die Fraktion fordert die Bundesregierung auf, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Apotheken zu verbessern.

Dazu gehöre, die im Koalitionsvertrag versprochene Anhebung der Packungspauschale endlich umzusetzen. Die Vor-Ort-Apotheken mit ihrer Beratung und Notdienstversorgung seien ein unersetzlicher Bestandteil der Gesundheitsversorgung, so Koplin.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Logo einer Apotheke (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Linksfraktion in Mecklenburg-Vorpommern fordert Verbot des Versandhandels mit Arzneimitteln
  • Letzte Honorarerhöhung für Apotheken liegt 13 Jahre zurück
  • Apothekendichte in Mecklenburg-Vorpommern ist die niedrigste in Deutschland

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Vor-Ort-Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern
  • Starke ökonomische Belastung, da letzte Honorarerhöhung vor 13 Jahren
  • Geringste Apothekendichte in Deutschland, besonders im ländlichen Raum

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Versandapotheken untergraben wirtschaftliche Grundlage der Vor-Ort-Apotheken
  • Hohe Betriebskosten und seit 13 Jahren keine Honorarerhöhung, insbesondere im ländlichen Raum
  • Versandapotheken sind nicht am Notdienst beteiligt und unterliegen nicht dem deutschen Recht

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verbot des Versandhandels mit apothekenpflichtigen und frei verkäuflichen Arzneimitteln fordern
  • Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Apotheken anstreben
  • Umsetzung der Anhebung der Packungspauschale im Koalitionsvertrag fordern
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