Foodwatch befürwortet Preisanstieg für zuckerhaltige Lebensmittel
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesundheitspolitik: Diskussion über Zuckersteuer in Deutschland
Berlin () – Vor der Bundesratssitzung am Freitag, in der ein Antrag von Schleswig-Holstein für eine Zuckersteuer beraten werden soll, hat Foodwatch eine solche Steuer dringlich gefordert. „Wer sich gegen die Zuckersteuer stellt, vertritt vor allem die Interessen der Softdrink-Hersteller“, sagte Luise Molling, Foodwatch-Expertin für Ernährungspolitik.
Die Steuer für gesüßte Getränke nicht einzuführen, gehe zu Lasten der Gesundheit. „Der flüssige Zucker ist besonders gesundheitsschädlich“, so Molling. Soft-Drinks wären eine der Hauptursachen für Typ-2 Diabetes und Adipositas.
Molling erklärte zudem, dass die Steuer auch wirtschaftliche Vorteile habe. „Eine Limosteuer könnte Hunderttausende Erkrankungen verhindern und 16 Milliarden Euro Kosten einsparen“, sagte sie.
Deutschland müsse mit der Zuckersteuer nachziehen und es den über 100 Nationen gleichtun, die bereits eine Zuckersteuer haben. „In Großbritannien hat sie dazu geführt, dass die Hersteller weniger Zucker in ihre Getränke kippen“, sagte sie. In England habe der Softdrink Fanta des US-Konzerns Coca-Cola nur halb so viel Zucker wie in Deutschland. „Die Länder müssen sich jetzt hinter Daniel Günthers Vorstoß stellen und die Bundesratsinitiative unterstützen“, appellierte Molling.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Coca Cola in einem Supermarkt (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Antrag von Schleswig-Holstein für eine Zuckersteuer wird im Bundesrat beraten.
- Foodwatch fordert dringlich die Einführung einer Zuckersteuer.
- Die Steuer könnte 16 Milliarden Euro Kosten einsparen und Hunderttausende Erkrankungen verhindern.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene Zielgruppe: Konsumenten von gesüßten Getränken, insbesondere Kinder und Jugendliche
- Region: Deutschland, mit Vergleich zu über 100 Ländern, die bereits eine Zuckersteuer eingeführt haben
- Zahlen: Möglichkeit, 100.000 Erkrankungen zu verhindern und 16 Milliarden Euro an Gesundheitskosten einzusparen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Dringliche Forderung nach Zuckersteuer zur Verbesserung der Gesundheit
- Flüssiger Zucker als Hauptursache für Typ-2 Diabetes und Adipositas
- Wirtschaftliche Vorteile durch Kostenersparnis bei Krankheitsprävention
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Beratung eines Antrags für eine Zuckersteuer von Schleswig-Holstein im Bundesrat
- Unterstützung der Bundesratsinitiative für die Zuckersteuer durch andere Länder
- Aufruf zur Senkung des Zuckergehalts in Softdrinks
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