VdK stellt sich gegen Leistungskürzungen bei Kassenpatienten
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Gesundheitspolitik in Berlin: Leistungskürzungen vermeiden
Berlin () – Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hat vor Leistungskürzungen bei gesetzlich Krankenversicherten gewarnt.
„Der VdK erwartet, dass die Vorschläge der Kommission die Beitragszahlenden entlasten und keine Leistungskürzungen verursachen“, sagte Bentele den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Entscheidend seien strukturelle Reformen, die Einnahmen und Ausgaben ausbalancierten, „ohne die Versorgungsqualität zu gefährden“.
Bentele äußerte sich im Vorfeld der für Montag erwarteten Berichterstattung der Finanzkommission Gesundheit, die einen Katalog mit 60 Sparvorschlägen im Gesundheitswesen machen wird. „Alle müssen einen Beitrag leisten: der Bund, indem er für gesamtgesellschaftliche Aufgaben in der GKV aufkommt und die Leistungserbringer durch ein vorübergehendes Ausgabenmoratorium – das ist eine Frage der Gerechtigkeit“, sagte Bentele.
Notwendig sei auch eine ausgewogenere Finanzierung, indem die Beitragsbemessungsgrenze in der GKV angehoben und weitere Einkommensarten einbezogen werden. „Der VdK lehnt die Abschaffung der kostenlosen Familienversicherung als versteckte Beitragserhöhung entschieden ab – dies steht dem solidarischen Gedanken in der GKV entgegen und würde vor allem Frauen und Familien mit kleinen Einkommen belasten“, sagte Bentele. Auch höhere Arzneimittelzuzahlungen oder eine Rückkehr zur Praxisgebühr wären eine „unsoziale Zusatzbelastung“, die vor allem chronisch Kranke, ältere Menschen und einkommensschwache Patienten treffen würde, ergänzte sie.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Patient mit Infusionsständer (Archiv) |
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