Merz benennt Rüstungsmanager Haun als FCAS-Vermittler

30. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Verteidigungspolitik: Deutsch-Französische Kooperation in Gefahr

() – Bundeskanzler Friedrich Merz hat den deutschen Rüstungsmanager Frank Haun mit einem letzten Versuch beauftragt, das schlingernde deutsch-französische Projekt zum Bau eines gemeinsamen Kampfjets zu retten. Wie der „Spiegel“ berichtet, bat Merz den langjährigen Chef der Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann (KMW), als einer von zwei Vermittlern zu versuchen, den Streit zwischen dem französischen Flugzeughersteller Dassault und der Militärsparte von Airbus durch einen neuen Kompromissvorschlag zum weiteren Vorgehen zu kitten.

Merz hatte in den vergangenen Monaten mehrmals versucht, Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron zu einer Entscheidung über die Zukunft des deutsch-französischen Prestige-Vorhabens zu drängen. Berlin und Paris diskutieren seit Monaten, ob sie die gemeinsame Entwicklung des „Future Combat Air System“, besser bekannt unter der Abkürzung FCAS, noch fortsetzen wollen.

Haun gilt als einer der erfahrensten deutschen Rüstungsmanager. Besonders seine Erfahrung bei der Fusion des deutschen Panzerbauers KMW mit dem französischen Unternehmen Nexter macht ihn aus Sicht der Bundesregierung zu einem idealen Kandidaten, um das Projekt FCAS noch einmal auf die Spur zu bringen oder wenigstens eine Neujustierung des Vorhabens vorzunehmen, die nicht wie ein komplettes Scheitern aussieht. Durch seine Erfahrung bei der deutsch-französischen Panzer-Fusion, heißt es in der Verteidigungsbranche, sei Haun „gestählt“ wie kaum ein anderer.

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Macron hat mittlerweile den ähnlich erfahrenen Rüstungsexperten Laurent Collet-Billon für die Rettungsmission in Stellung gebracht. Der ehemalige Leiter der Generaldirektion für Rüstung (DGA) kennt Haun gut. Auf der Seite der französischen Behörde zur Koordination der Beschaffung war er maßgeblich an der Fusion zwischen Nexter und KMW beteiligt. Für die Franzosen begleitete er auch das Projekt zum gemeinsamen Bau des Transportflugzeugs Airbus A400M, das anfangs von Streitereien und Pannen geplagt war.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 27.03.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Friedrich Merz beauftragt Frank Haun mit dem Versuch, das deutsch-französische Projekt zum Bau eines gemeinsamen Kampfjets zu retten.
  • Haun und Laurent Collet-Billon sind als Vermittler im Streit zwischen Dassault und Airbus eingesetzt.
  • Diskussionen über die Fortsetzung des Projekts "Future Combat Air System" (FCAS) laufen seit Monaten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Deutschland und Frankreich, Rüstungssektor
  • Zielgruppen: Politische Entscheidungsträger, Militärs, Rüstungsunternehmen
  • Zeitraum: Aktuelle Verhandlungen über das "Future Combat Air System" (FCAS)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Streit zwischen Dassault und Airbus über das FCAS-Projekt
  • Dringender Bedarf an einer Entscheidung von Präsident Macron
  • Komplexität der deutsch-französischen Rüstungskooperation und vergangene Erfahrungen mit Fusionen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Beauftragung von Frank Haun zur Rettung des deutsch-französischen Kampfjetprojekts
  • Drängen auf eine Entscheidung von Emmanuel Macron über die Zukunft des Projekts
  • Einsetzung von Laurent Collet-Billon als französischen Rüstungsexperten zur Unterstützung
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