Bayerns Gesundheitsministerin fordert schnelle GKV-Reform nach Expertenvorschlägen
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Gesundheitsreform in Bayern: Minister fordert Handeln
München () – Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat die Bundesregierung zu raschem Handeln bei der Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgefordert. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Montag mit.
Anlass sind die Vorschläge einer Expertenkommission zur Finanzierung der GKV, die nun geprüft werden sollen.
Gerlach begrüßte insbesondere, dass die Kommission die Übernahme sogenannter versicherungsfremder Leistungen durch den Bund in den Fokus gerückt hat. Konkret nannte sie die Beiträge für Bürgergeldempfänger, was eine Entlastung von schätzungsweise zwölf Milliarden Euro bringen könnte.
Die Ministerin sieht es als ’nahezu alternativlos‘ an, die Ausgaben der GKV künftig stärker an die Einnahmen zu binden, auch wenn dies ’schmerzhafte Einschnitte‘ bedeute.
Zudem sprach sich die Ministerin für die Einführung eines Primärarztsystems aus, um Doppeluntersuchungen zu reduzieren und Praxen zu entlasten. Sie betonte das Potenzial von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz für Einsparungen.
Im Bereich der Prävention verwies Gerlach auf den bayerischen Masterplan Prävention und forderte mehr Eigenverantwortung, unterstützt durch Aufklärung und niedrigschwellige Angebote.
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| Bildhinweis: | Gesundheits-Kommission legt Vorschläge vor am 30.03.2026 |
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