Iran-Krieg: Medizintechnikbranche bereitet sich auf Helium-Mangel vor

4. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Auswirkungen des Iran-Kriegs in Deutschland

() – Mit Blick auf den anhaltenden -Krieg warnt die Medizintechnik-Branche vor einem Mangel an Helium, das etwa für den Betrieb von MRT-Geräten essenziell ist.

„Aktuell bestehen nur vereinzelt Einschränkungen, allerdings erwartet ein Teil der Unternehmen hier kurzfristig Engpässe und steigende Kosten“, teilte der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik (Spectaris) der „Welt am Sonntag“ mit. Der Verband führt unter seinen Mitgliedsunternehmen gerade eine Befragung zu den Folgen des Iran-Kriegs durch.

Die bisherigen Rückläufer zeigten, dass „rund ein Viertel der teilnehmenden Unternehmen Helium in Produkten oder Prozessen“ nutze. Essenziell ist Helium etwa für den Betrieb von MRT-Geräten. Laut Spectaris würden viele Medizintechnikunternehmen „bereits reagieren oder entsprechende Maßnahmen vorbereiten, etwa durch Anpassungen in der Beschaffung oder im Lieferantenmanagement“.

Auch Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, warnt vor einer Zuspitzung des Helium-Mangels. „Durch den Ausfall von rund 40 Prozent der weltweiten Produktionskapazitäten – insbesondere aus – steigen die Preise bereits massiv. Gleichzeitig ist nicht ausgeschlossen, dass die USA ihre Exportpolitik strategisch einsetzen, etwa um den eigenen Binnenmarkt zu stabilisieren und Europa weiter unter Druck zu setzen. In einem solchen Szenario droht nicht nur eine weitere Preisexplosion, sondern ein tatsächlicher absoluter Mangel“, sagte Dahmen der „Welt am Sonntag“.

Siehe auch:  Grüne fordern mehr Druck auf Regime im Iran

Dahmen fordert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zu dringendem Handeln auf. „Wir brauchen erstens ein aktuelles Lagebild zu den Auswirkungen der Kriege im Iran und in der auf unser Gesundheitswesen – von Lieferketten bis hin zu den mittelbaren Risiken für unsere Sozialversicherungen durch wirtschaftliche Verwerfungen“, so Dahmen. Zudem brauche es „jetzt einen Gipfel mit allen relevanten Akteuren aus Gesundheitswesen und Industrie, um Versorgungssicherheit und resiliente Lieferketten zu gewährleisten, bevor sich die Lage weiter zuspitzt und die Kosten noch deutlich steigen“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Medizintechnik-Branche warnt vor Helium-Mangel aufgrund des Iran-Kriegs
  • Rund ein Viertel der Medizintechnikunternehmen nutzt Helium in Produkten oder Prozessen
  • Janosch Dahmen fordert ein aktuelles Lagebild zu den Auswirkungen der Kriege auf das Gesundheitswesen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Medizintechnikbranche betroffen
  • Rund 25% der teilnehmenden Unternehmen nutzen Helium in Produkten oder Prozessen
  • Erwartete Engpässe und steigende Kosten kurzfristig

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • anhaltender Iran-Krieg führt zu Einschränkungen in der Heliumversorgung
  • Ausfall von rund 40 Prozent der weltweiten Produktionskapazitäten, insbesondere aus Katar
  • steigende Preise und strategische Exportpolitik der USA könnten zu weiterem Mangel führen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Befragung der Mitglieder zur Situation und Auswirkungen des Iran-Kriegs
  • Erstellung eines Lagebildes zu den Einflüssen auf das Gesundheitswesen
  • Durchführung eines Gipfels mit relevanten Akteuren zur Sicherstellung von Versorgung und Lieferketten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH