Arzttermine: GKV kritisiert Äußerungen der Kassenärzte

7. April 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik: Kritische Reformdiskussion in Berlin

() – Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, hat Äußerungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu schwierigeren Terminvergaben im Zuge der geplanten Gesundheitsreformen scharf kritisiert.

Mit Blick auf die Vorschläge der Reformkommission sagte Blatt der „Rheinischen Post“ (Dienstag): „Es war angesichts der Vorschläge der Kommission erwartbar, dass zum Beispiel die Kassenärztliche Bundesvereinigung nicht in die Hände klatschen würde. Aber die Drohung, künftig weniger Termine anzubieten, sollten die Maßnahmen so kommen – das halte ich weder für angemessen noch für zielführend.“

Er ergänzte: „Ich kann nur an die Ärzte appellieren, sich ernsthaft der Diskussion um Veränderungen in allen Bereichen zu stellen. Wenn die Kommission den Rotstift bei den Zusatzvergütungen für eine schnellere Terminvergabe ansetzt, ist das richtig, denn schnellere Termine gibt es ja kaum“, so Blatt. „Für eine Leistungsverbesserung, die es nicht gibt, kann man auch kein zusätzliches Geld verlangen. Drohungen helfen jedenfalls nicht weiter, so etwas macht gute Reformen kaum möglich“, sagte der GKV-Vorstandsvorsitzende.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Oliver Blatt kritisiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung für Drohungen bezüglich weniger Termine bei Reformmaßnahmen.
  • Er fordert Ärzte auf, sich ernsthaft mit Diskussionen über Veränderungen auseinanderzusetzen.
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  • GKV-Spitzenverband, Kassenärztliche Bundesvereinigung
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Diskussion über Gesundheitsreformen anstoßen
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Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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