Ladesäulenbetreiber beklagt fehlende Verlässlichkeit der Politik

7. April 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Elektromobilität in Deutschland: Herausforderungen und Chancen

() – Der Chef des Ladesäulenbetreibers Ionity, Jeroen van Tilburg, hat die Politik aufgefordert, mehr Verlässlichkeit beim Thema Elektromobilität zu schaffen.

„Was wir derzeit von der Politik in hören, ist widersprüchlich“, sagte van Tilburg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Einerseits wird gefordert, dass wir mehr Ladepunkte installieren. Andererseits wird der Ausbau durch sehr komplexe Regelwerke erschwert.“

Sein Unternehmen stehe bereit, um mehrere Tausend zusätzliche Ladepunkte in den nächsten Jahren in Deutschland zu errichten. Aber man habe es mit mehr als 800 regionalen Verteilnetzbetreibern zu tun, die alle unterschiedliche Vorgaben machten. „Das muss einfacher werden“, sagte van Tilburg.

Nach den Worten des Managers nimmt die Elektromobilität zwar Fahrt auf. „Das geht aber noch schneller, wenn die Politik verlässlich wird.“ So bringe die derzeitige Debatte über die Ziele der CO2-Reduktion und die CO2-Bepreisung große Verunsicherung für Autofahrer, die Industrie und für Investoren.

Als echten „Booster“ für die E-Mobilität sieht van Tilburg stärkere steuerliche Vergünstigungen für Dienstwagen und die Fahrzeugflotten von Unternehmen: „Dann werden E-Autos für Flotten-Manager, die hart kalkulieren müssen, deutlich attraktiver als Verbrenner.“ Ferner würden diese Fahrzeuge nach Ablauf der Leasingverträge – nach drei oder vier Jahren – auf den Gebrauchtwagenmarkt kommen. „Dadurch wird der Kreis der Kunden erhöht: wegen der günstigen Preise“, so der Ionity-Chef.

Siehe auch:  Sachsen-Anhalts Koalition setzt auf Sven Schulze als neuen Ministerpräsidenten

Ionity ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem auch die deutschen Autobauer Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz beteiligt sind. Es gehört zu den größten Anbietern von Hochleistungsladesäulen in Europa.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: E-Auto-Ladestation (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Jeroen van Tilburg fordert mehr Verlässlichkeit von der Politik für den Ausbau der Elektromobilität.
  • Ionity plant, mehrere Tausend zusätzliche Ladepunkte in Deutschland zu errichten, stößt jedoch auf komplexe Regelwerke durch über 800 regionale Verteilnetzbetreiber.
  • Stärkere steuerliche Vergünstigungen für Dienstwagen könnten E-Autos für Flotten-Manager attraktiver machen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Politik, Elektromobilität, Autofahrer, Industrie, Investoren, Dienstwagenflotten
  • Zielgruppen: Autofahrer, Unternehmen (Flotten-Manager), Investorengruppen
  • Zeiträume: mehrere Jahre für den Ausbau, Leasingverträge nach 3-4 Jahren

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Widersprüchliche Politik in Deutschland zur Elektromobilität
  • Komplexe Regelwerke erschweren den Ausbau von Ladepunkten
  • Verunsicherung durch Debatten über CO2-Reduktion und -Bepreisung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)