Dax lässt deutlich nach – Iran-Ultimatum belastet Märkte
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Dax fällt unter Einfluss geopolitischer Spannungen
Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.922 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start im Minus drehte der Dax am Vormittag ins Plus, rutschte dann aber am Nachmittag wieder tiefer ins Minus.
„Das heute Nacht um 2 Uhr unserer Zeit endende Ultimatum an den Iran wegen einer Öffnung der Straße von Hormus bleibt das marktbeherrschende Thema am Aktienmarkt“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Wortwahl von US-Präsident Trump lässt eigentlich keinen Zweifel daran, dass es nach Auslaufen des Ultimatums zu einem heftigen militärischen Schlag gegen den Iran kommen wird.“
Die Tonalität habe sich zuletzt wieder deutlich verschärft, so Lipkow. „Dies verstärkt die Sorgen der Anleger vor einer weiteren Eskalation, am Ende auch durch den Einsatz von US-Bodentruppen im Iran. Dieser positioniert sich weiter mit Gegenforderungen und einem zunehmenden globalen wirtschaftlichen Druck, durch die Störungen der Liefer- und Versorgungsketten. Zudem meldet Teheran den Abbruch aller Gesprächskanäle.“ Noch am Vormittag hätten Gerüchte um eine erneute Verlängerung des Ultimatums, den Verhandlungsbemühungen von fünf befreundeten Staaten und acht beteiligten Geheimdiensten die Stimmung auf dem Börsenparkett etwas aufgehellt und den Dax deutlich ins Plus geschoben, erklärte der Analyst.
Die heute veröffentlichten, europäischen Einkaufsmanagerindizes spiegeln seiner Ansicht nach die Unsicherheit und die gestiegenen Energiepreise wider. „So lagen die meisten erhobenen Daten leicht unter dem Erwartungshorizont. Der Einkaufsmanagerindex für Italien ist sogar unter die Marke von 50 gerutscht“, so Lipkow.
Bis kurz vor Handelsschluss rangierte der Großteil der Dax-Werte im Minus. Das Schlusslicht bildeten die Heidelberg-Materials-Aktien. Entgegen dem Trend standen die Papiere von BASF und Brenntag an der Spitze der Kursliste.
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 53 Euro und damit fünf Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg für seine Verhältnisse deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 110,90 US-Dollar, das waren 1,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1574 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8640 Euro zu haben.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Dax fiel um 1,1 Prozent auf 22.922 Punkte.
- Gaspreis stieg um 5 Prozent auf 53 Euro pro Megawattstunde (MWh).
- Ölpreis stieg um 1,0 Prozent auf 110,90 US-Dollar pro Fass Brent.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen: Anleger und Marktteilnehmer
- Einfluss: Geopolitische Spannungen mit Iran, ultimatum bis heute Nacht, mögliche militärische Aktionen
- Zeitraum: Aktuelle Handelswoche, Dax sinkt um 1,1 Prozent, Gaspreis steigt auf 53 Euro pro MWh
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Marktbeherrschendes Thema ist das Ultimatum an den Iran bezüglich der Straße von Hormus.
- Verschärfte Tonalität von US-Präsident Trump lässt auf möglichen militärischen Schlag gegen Iran schließen.
- Gestiegene Energiepreise und unsichere europäische Einkaufsmanagerindizes spiegeln Markt- und Anlegerstimmung wider.
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