Grüne kritisieren fehlende Staatshilfen für Altkleidersammlung in Bayern

10. April 2026

Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Altkleidersammlung in Bayern unter Druck

() – Die bayerische Staatsregierung lässt die Kommunen nach Ansicht der Landtags-Grünen mit den steigenden Kosten für die Altkleidersammlung allein. Das teilte die wirtschaftspolitische Sprecherin Barbara Fuchs am Donnerstag mit.

Eine von ihr gestellte Anfrage habe ergeben, dass von der Regierung kaum konkrete Hilfe zu erwarten sei, obwohl selbst die Regierungsfraktionen in einem Antrag die Unterstützung nachhaltiger Textilkreisläufe forderten.

Das Sammelsystem stehe massiv unter Druck, weil die Kosten für Sammlung und Sortierung stark gestiegen seien, während die Erlöse sinken und die Qualität der Kleidung immer schlechter werde. Viele gewerbliche und soziale Träger zögen sich deshalb zurück, in mehreren Regionen Bayerns seien bereits Container abgebaut worden.

Städte und Landkreise müssten einspringen und die Kosten tragen; im Landkreis etwa rechnet man mit jährlichen Mehrkosten von rund 340.000 Euro. Fuchs warnte, das flächendeckende System drohe zusammenzubrechen.

Um es zu stabilisieren, seien Soforthilfen nötig, doch die Staatsregierung verweise lediglich auf Verbraucherbildung und plane eine zweijährige Studie.

Fuchs kritisierte dies als ’scheinheilige Symbolpolitik‘. Die Grünen fordern unter anderem kurzfristige finanzielle Unterstützung für Kommunen, eine Aufklärungskampagne gegen Fast Fashion und die Förderung von Recyclinginfrastruktur.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sammelcontainer für Altkleider (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kommunen bleiben bei steigenden Kosten für Altkleidersammlung allein.
  • Landkreis Rosenheim rechnet mit jährlichen Mehrkosten von etwa 340.000 Euro.
  • Grüne fordern kurzfristige finanzielle Unterstützung und Aufklärungskampagne gegen Fast Fashion.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Kommunen in Bayern
  • Starke Kostensteigerungen bei der Altkleidersammlung, z.B. Landkreis Rosenheim mit jährlichen Mehrkosten von rund 340.000 Euro
  • Drohendes Zusammenbrechen des Sammelsystems, da Container in mehreren Regionen bereits abgebaut wurden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • steigende Kosten für Sammlung und Sortierung der Altkleider
  • sinkende Erlöse und schlechte Qualität der Kleidung
  • Rückzug gewerblicher und sozialer Träger aus der Altkleidersammlung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kommunen müssen die steigenden Kosten für die Altkleidersammlung selbst tragen.
  • Staatsregierung verweist auf Verbraucherbildung und plant eine zweijährige Studie.
  • Grüne fordern kurzfristige finanzielle Unterstützung für Kommunen und Förderung von Recyclinginfrastruktur.
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