Klingbeil gegen Steuerzuschuss für Bürgergeld-Gesundheitskosten

11. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik: Reformen im Fokus Berlin

() – Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) steht dem größten Reformvorschlag der Expertenkommission für die gesetzliche Krankenversicherungen skeptisch gegenüber. Die Gesundheitskosten im Bürgergeld ganz aus Steuermitteln statt über Sozialbeiträge zu bezahlen, würde rund zwölf Milliarden kosten, sagte Klingbeil der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).

Er habe zwar per se nichts dagegen, erklärte der SPD-Chef. Doch der Haushalt habe jetzt schon Lücken. „Die werden nicht kleiner, wenn wir noch mehr Geld herausnehmen“, so Klingbeil.

Der Vorschlag der Kommission sei daher keine echte Entlastung, sondern eine Milchmädchenrechnung. „Es bringt nichts, Lücken von A nach B zu schieben. Wir müssen die generell schließen“, sagte er.

Die Finanzkommission Gesundheit hat im kürzlich vorgelegten Bericht gefordert, dass der Bund die Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern komplett übernimmt, weil es sich um eine versicherungsfremde Leistung handele. Es ist der Expertenvorschlag mit dem größten Finanzvolumen. Ein höherer Steuerzuschuss würde die Beiträge für gesetzlich Versicherte senken und stattdessen auch privat Versicherte zur Finanzierung heranziehen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhaus (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Lars Klingbeil steht dem Reformvorschlag für die gesetzliche Krankenversicherung skeptisch gegenüber.
  • Der vollständige Übergang der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger auf Steuermittel würde rund zwölf Milliarden kosten.
  • Klingbeil bezeichnet den Vorschlag als Milchmädchenrechnung und sieht ihn nicht als echte Entlastung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Bürgergeldempfänger, gesetzlich und privat Versicherte
  • Kosten: rund 12 Milliarden Euro
  • Finanzkommission Gesundheit hat gefordert, dass der Bund Gesundheitskosten vollständig übernimmt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Skepsis von Finanzminister Lars Klingbeil bezüglich des Reformvorschlags der Expertenkommission
  • Hohe Kosten von rund zwölf Milliarden Euro für die vollständige Übernahme der Gesundheitskosten durch den Bund
  • Aktuelle Haushaltslücken, die eine zusätzliche finanzielle Belastung als problematisch erscheinen lassen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Finanzminister Lars Klingbeil steht dem Reformvorschlag skeptisch gegenüber.
  • Lücken im Haushalt sollen nicht durch Umverteilung von Kosten geschlossen werden.
  • Der Vorschlag wird als keine echte Entlastung angesehen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH