Forschungsministerin Bär sieht Deutschland als "Raumfahrtnation"

11. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Raumfahrt und europäische Zusammenarbeit in Berlin

() – Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär (CSU), hat sich hochzufrieden über die geglückte Landung der Artemis II Mission geäußert. Diese sei ein „Riesenerfolg“. Sie habe sowohl Start als auch Landung „mit gedrücktem Daumen“ im Livestream verfolgt, sagte Bär den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Ich bin mir sicher, dass die Berichterstattung bei ganz vielen Menschen die Faszination für Raumfahrt verstärkt oder neu entfacht hat.“ Die Bilder vom Erdaufgang hinter dem Mond sowie „die Alltagsmomente an Bord des Orion-Raumschiffs“ blieben in der Erinnerung.

Bär würdigte den deutschen Beitrag zur Mondmission. „Mit dem European Space Service Module haben wir Europäer einen wesentlichen Teil des Raumschiffs zugeliefert, mit großen Beiträgen übrigens aus .“ Die Endmontage des Moduls sei in erfolgt, außerdem sei der Satellit eines Berliner Start-ups an Bord gewesen. Die Mission zeige die Stärke der europäischen Zusammenarbeit und die Leistungsfähigkeit des Innovations- und Industriestandortes Deutschland. „Wir können zurecht sagen: Wir sind Raumfahrtnation. Deutschland war von Beginn an starker Partner.“

Auch ein Sternsensor zur Navigation und Sensoren zur Messung der Strahlung stammten aus Deutschland. „Hinter all dem steht auch mein Haus, das mit seiner Förderung Deutschland zum Top-Raumfahrttechnologieland gemacht hat.“ Dass Europa nur wenige Raketenstarts unternimmt und wenige Satelliten im All hat, sieht Bär nicht als Problem. Entscheidend seien nicht nur Zahl von Starts und Landungen, sondern die Leistungsfähigkeit unserer Satellitensysteme. „Das europäische Galileo-Satellitennavigationssystem ist präziser als alle anderen vergleichbaren Systeme, darunter auch GPS“, sagte Bär. Auch das europäische Copernicus-Programm gelte als „Goldstandard“ unter den Erdbeobachtungsprogrammen. „Satelliten sind unsere Augen im All. Für unsere Souveränität ist Raumfahrt unerlässlich, dazu gehört auch der souveräne Zugang zum All.“ Man arbeite „mit Hochdruck“ an neuen Trägerraketen, um mehr Satelliten ins All zu bringen.

Siehe auch:  Kassen machen sich für einheitliches digitales Terminportal stark
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Dorothee Bär (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dorothee Bär bezeichnet die Artemis II Mission als "Riesenerfolg".
  • Deutschland hat einen wesentlichen Beitrag zur Mondmission geleistet, einschließlich der Endmontage des European Space Service Module in Bremen.
  • Bär betont die Präzision des europäischen Galileo-Satellitennavigationssystems im Vergleich zu GPS.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: Raumfahrtinteressierte, Wissenschaftler, Industrievertreter
  • Regionen: Deutschland, Europa
  • Zahlen/Fristen: Keine Angabe

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Erfolg der Artemis II Mission als bedeutender Schritt in der Raumfahrt
  • Stärkung der Faszination für Raumfahrt durch Berichterstattung und visuelle Eindrücke
  • Deutsche Beiträge zur Mondmission, insbesondere im Rahmen des European Space Service Modules und der erfolgreichen Zusammenarbeit innerhalb Europas

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Förderung der Raumfahrttechnologie in Deutschland
  • Entwicklung neuer Trägerraketen für mehr Satellitenstarts
  • Stärkung der europäischen Zusammenarbeit in der Raumfahrt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH