Ungarn wählen neues Parlament – Machtwechsel möglich
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Politik in Ungarn: Parlamentswahl 2026
Budapest () – In Ungarn hat die auch international viel beachtete Parlamentswahl begonnen, bei der Ministerpräsident Viktor Orban nach 16 Jahren abgewählt werden könnte.
Die Wahllokale öffneten am Sonntagmorgen und sollen um 19 Uhr schließen. Erste vorläufige Ergebnisse werden gegen 20 Uhr erwartet. In Umfragen lag die Fidesz-Partei des rechtsnationalen Orban zuletzt deutlich hinter der Partei Tisza des konservativen Oppositionspolitikers Peter Magyar.
Rund 8,1 Millionen Wahlberechtigte sind in Ungarn aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahl gilt als richtungsweisend für die EU, da Orban bei vielen Themen mit der EU-Kommission und anderen EU-Staaten im Konflikt steht. Kritiker werfen dem Regierungschef vor, Ungarn mit einem autoritären Kurs in eine „illiberale Demokratie“ zu verwandeln. Sein Herausforderer Magyar, ein ehemaliges Fidesz-Mitglied, verspricht politische Reformen und einen pro-westlichen Kurs.
Das ungarische Wahlsystem kombiniert Elemente aus Mehrheits- und Verhältniswahl, was einen Machtwechsel trotz eines Vorsprungs von Tisza in den Umfragen unsicher macht. Eine Zweidrittelmehrheit für Tisza könnte jedoch grundlegende Änderungen ermöglichen, wie die Freigabe blockierter EU-Gelder. Die Wahl bietet wenig Chancen für kleinere Parteien, da der Fokus auf dem Zweikampf zwischen Orban und Magyar liegt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wahlwerbung vor Parlamentswahl in Ungarn am 11.04.2026 |
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