Greenpeace kritisiert Spritpläne der Bundesregierung
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Umweltpolitik in Berlin: Kritik an Entlastungsmaßnahmen
Berlin () – Greenpeace kritisiert die geplanten Entlastungen der Koalition für Autofahrer scharf.
„Die Bundesregierung steuert das Land mit diesem Paket weiter Richtung fossiler Infarkt“, sagte Greenpeace-Mobilitätsexpertin Lena Donat dem Tagesspiegel. Die Politik der Bundesregierung sei „etwa so sinnvoll, wie den Preis auf Rettungsringe zu senken, wenn ein Schiff sinkt“. Statt kurzfristige Trostpflaster zu verteilen, müsse verantwortungsvolle Politik dafür sorgen, so schnell wie möglich von Öl und Gas unabhängig zu machen.
Auf hohe Öl- und Gaspreise mit niedrigeren Energiesteuern zu reagieren, „verpulvert tagtäglich Millionen an Steuergeldern und das vor allem an Gutverdienende mit großen Spritschluckern“, so Donat. Stattdessen müsse man so schnell wie möglich von Öl und Gas unabhängig werden.
Die Regierung solle den Menschen helfen, aus der „fossilen Falle“ herauszukommen, etwa über ein Mobilitätsgeld. „Jeder neue Verbrenner, jede weitere Gasheizung, die heute noch verkauft wird, vergrößert unsere fossile Abhängigkeit“, so Donat.
Die Deutsche Umwelthilfe stellt sich gegen die Pläne der Bundesregierung, heimische Gasvorkommen zu erschließen. „Ein Wiedereinstieg in die nationale Gasförderung bringt kurzfristig keinen Nutzen“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Sascha Müller-Kraenner, dem Tagesspiegel. Auch langfristig würden nur ausgewählte Unternehmen der Gasindustrie profitieren. „Die Bundesregierung stellt sich damit in den Dienst der Gaslobby“, sagte Müller-Kraenner.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss am 13.04.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Greenpeace kritisiert die geplanten Entlastungen für Autofahrer und spricht von einem "fossilen Infarkt".
- Deutsche Umwelthilfe lehnt die Erschließung heimischer Gasvorkommen ab und sieht keinen kurzfristigen Nutzen.
- Die Regierung solle Menschen helfen, aus der "fossilen Falle" zu kommen, etwa durch ein Mobilitätsgeld.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Autofahrer, insbesondere Gutverdienende.
- Kritik an Maßnahmen der Bundesregierung hinsichtlich fossiler Brennstoffe und Energiesteuern.
- Keine spezifischen Zahlen oder Fristen im Text erwähnt.
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Greenpeace kritisiert geplante Entlastungen als Förderung fossiler Energien
- Steuergelder werden vor allem an Gutverdienende mit hohen Spritverbrauch verteilt
- Deutsche Umwelthilfe sieht Wiedereinstieg in nationale Gasförderung als langfristig nutzlos an
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Senkung der Energiesteuern auf Öl und Gas
- Unterstützung von Maßnahmen zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen
- Erschließung heimischer Gasvorkommen steht in der Kritik
- Verkehrsunfälle mit schweren Folgen in Oldenburg und Ammerland gestiegen - 14. April 2026
- Schwere Verletzungen nach Unfall zwischen Auto und Pedelec in Goch - 14. April 2026
- CDU-Generalsekretär fordert Abschaffung der meisten Krankenkassen - 14. April 2026
