IG Metall will Entlastungsprämie nicht mit Entgelten verrechnen
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Wirtschaft und Tarifverhandlungen in Berlin
Berlin () – Die IG Metall lehnt es ab, in bevorstehenden Tarifrunden die von der Koalition geplante Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro mit dauerhaften Lohnsteigerungen zu verrechnen.
Gewerkschaftschefin Christiane Benner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Prämie solle ein kurzfristiges Mittel gegen die akuten Belastungen der Beschäftigten sein. Die Arbeitgeber sollten sie schnell und unmittelbar auszahlen. „Mittel- und langfristig braucht es aber dauerhaft höhere Entgelte. Eine Mieterhöhung oder höhere Preise im Supermarkt sind auch kein einmaliges Phänomen, sondern belasten die Menschen in ihrem Alltag auf lange Sicht“, so Benner. „Dauerhaft mehr Geld für unsere Mitglieder ist Teil unseres Jobs als Gewerkschaft und wir werden uns in anstehenden Tarifrunden dafür einsetzen.“
Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Energiepreise hatten die Spitzen der schwarz-roten Koalition am Montag ihre Pläne zur Entlastung der Verbraucher präsentiert. Neben einer vorübergehenden Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, ihren Beschäftigten im laufenden Jahr eine steuer- und abgabenfreie Prämie zu zahlen.
Die IG Metall bereitet sich gerade auf die nächste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie mit knapp vier Millionen Beschäftigten vor. In Deutschlands wichtigster Industriebranche beginnt die heiße Phase im Herbst. Weitere Tarifrunden stehen für die Gewerkschaft in der Eisen- und Stahlindustrie, im Handwerk und bei Volkswagen an.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Stahlproduktion (Archiv) |
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