Sudan-Konferenz: Grüne wollen mehr Druck auf Konfliktparteien

15. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik im Sudan: Handlungsbedarf der Bundesregierung

() – Im Rahmen der -Konferenz in Berlin fordert die Berichterstatterin der Grünen-Bundestagsfraktion für den Sudan, Luise Amtsberg, konsequentes Handeln von der Bundesregierung.

„Um einen Waffenstillstand und ein Ende des Krieges zu erreichen, muss gezielt auf die Unterstützerstaaten der Konfliktparteien Druck ausgeübt werden“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Es brauche eine politische Lösung. „Die Unterstützung des Krieges mittels Geld, Handel und Waffenlieferungen durch Drittstaaten, wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten oder muss unverzüglich beendet werden“, fuhr Amtsberg fort. „Sollten die Unterstützerstaaten der Kriegsparteien nicht einlenken, muss die Bundesregierung unverzüglich Konsequenzen innerhalb ihrer eigenen bilateralen Beziehungen, etwa bei Rüstungsfragen, ziehen.“

Nach Angaben der UN-Flüchtlingsagentur UNHCR mussten seit Beginn des Konflikts zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) im April 2023 rund 14 Millionen Menschen, also ein Viertel der Bevölkerung, fliehen. 9 Millionen sind demnach weiterhin innerhalb des Sudans auf der Flucht, 4,4 Millionen haben das Land verlassen und sich vor allem im , im und in Ägypten niedergelassen. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind derzeit 21 Millionen Sudanesen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind. 6,3 Millionen von ihnen befinden sich in einer besonders prekären Notlage. In den drei Jahren des Krieges hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen dokumentiert, die 2.052 Todesopfer forderten.

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Ein UN-Bericht war im Februar zu dem Schluss gekommen, dass es Anzeichen für einen Völkermord in Al-Faschir gibt. Dort sind nach Angaben der Koordinatorin für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen im Sudan, Denise Brown, innerhalb von drei Tagen mindestens 6.000 Menschen ermordet worden.

Die humanitären Mittel für den Sudan lagen zuletz weit unter dem Bedarf. Im Jahr 2025 war der Hilfsplan der Vereinten Nationen nur zu 35 Prozent finanziert. Für das Jahr 2026 wird mit einem Bedarf von 2,8 Milliarden Dollar gerechnet.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Luise Amtsberg (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Luise Amtsberg fordert Druck auf Unterstützerstaaten der Konfliktparteien im Sudan.
  • Unterstützung für den Krieg durch Drittstaaten muss unverzüglich beendet werden.
  • UNHCR berichtet von 14 Millionen Flüchtlingen seit Beginn des Konflikts, 21 Millionen Sudanesen leiden an akuter Ernährungsunsicherheit.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind rund 14 Millionen Menschen im Sudan wegen des Konflikts seit April 2023.
  • 21 Millionen Sudanesen leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit, davon 6,3 Millionen in besonders prekären Situationen.
  • UN-Hilfsplan nur zu 35% finanziert für 2025, Bedarf von 2,8 Milliarden Dollar für 2026.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterstützung des Krieges durch Drittstaaten (Vereinigte Arabische Emirate, Ägypten, Saudi-Arabien)
  • Hohe Anzahl von Flüchtlingen und intern Vertriebenen seit April 2023 (ca. 14 Millionen)
  • Akute Ernährungsunsicherheit für 21 Millionen Menschen im Sudan, darunter 6,3 Millionen in einer kritischen Lage

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Druck auf Unterstützerstaaten der Konfliktparteien ausüben
  • Unterstützung des Krieges durch Drittstaaten unverzüglich beenden
  • Konsequenzen bei bilateralen Beziehungen der Bundesregierung ziehen, insbesondere bei Rüstungsfragen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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