Letzter Vermittlungsversuch bei Kampfjetprojekt FCAS gescheitert

18. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Frankreich in Gefahr

Paris/ () – Beim deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekt FCAS ist auch ein letzter Vermittlungsversuch gescheitert. Die Mediatoren haben keine Einigkeit erzielt, wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf „mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen“.

Es soll sogar zwei verschiedene Ergebnisberichte geben. Am Wochenende will sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unterrichten lassen und bis Dienstag entscheiden, bevor er am Donnerstag und Freitag kommender Woche den französischen Präsidenten Emmanuel Macron beim informellen Gipfel der Staats- und Regierungschefs auf trifft.

In dem Streit um die Führungsrolle bei dem Projekt hatten beide Seiten Ende März den früheren Chef des Panzerbauers KMW und den ehemaligen französischen Rüstungsmanager Laurent Collet-Billon beauftragt, noch einen Lösungsversuch zu unternehmen. Die französische Seite soll dabei erneut mit einem Wahlsieg des Rassemblement National gedroht haben. Die französischen Rechtspopulisten haben angekündigt, kooperative Rüstungsprogramme zu beenden, falls sie an die Macht kommen sollten.

Auch soll erneut mit einem Aus des gemeinsamen Panzerprojekts MGCS gedroht haben, falls FCAS nicht fortgeführt wird. In mit den Verhandlungen vertrauten Industriekreisen gibt es aber die Befürchtung, dass sich Merz von Macron doch noch einmal umstimmen lässt, das Projekt fortzusetzen.

Das wäre aber auch in den eigenen Reihen nicht gerne gesehen: „Jetzt muss die Hängepartie endlich enden“, sagte der für die Luftwaffe zuständige Berichterstatter der Unionsfraktion, Volker Mayer-Lay (CDU), dem „Handelsblatt“. Durch die Mediation sei nun alles versucht worden. Wenn diese – wie zu erwarten sei – zu keinem positiven Ergebnis komme, sei das Projekt FCAS in dieser Form am Ende. „Es muss dann zügig in Richtung Zwei-Fighter-Lösung eingegleist werden“, fordert der CDU-Politiker. Das bedeutet, dass und Frankreich getrennt jeweils ein eigenes Kampfflugzeug entwickeln.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ein anderer Kampfjet (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Letzter Vermittlungsversuch beim FCAS-Projekt gescheitert.
  • Bundeskanzler Merz möchte bis Dienstag eine Entscheidung treffen.
  • Drohung Frankreichs, kooperative Rüstungsprogramme bei Wahlsieg des Rassemblement National zu beenden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Bundeskanzler Friedrich Merz, französischer Präsident Emmanuel Macron, Rüstungsunternehmen und -arbeiter
  • Stärke: Konflikt zur Führungsrolle im Projekt, Drohung mit Beendigung gemeinsamer Programme
  • Fristen: Entscheidung bis Dienstag; informeller Gipfel nächste Woche auf Zypern

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundeskanzler Friedrich Merz lässt sich bis Dienstag unterrichten und entscheidet über die weitere Vorgehensweise.
  • Druck auf Frankreich durch Androhung des Aus für das gemeinsame Panzerprojekt MGCS, falls FCAS nicht fortgeführt wird.
  • Forderung nach einer zügigen Entwicklung einer Zwei-Fighter-Lösung, falls keine Einigung erzielt wird.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH