Fast 3.000 verstrahlte Wildschweine identifiziert und getötet

18. April 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Umwelt und Strahlenschutz in Bayern

() – Auch 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl überschreiten Wildschweine in mehreren Bundesländern die Grenzwerte für radioaktives Cäsium-137 und dürfen deshalb nicht in den Handel gelangen.

Laut Zahlen des Bundesverwaltungsamtes wurden im Jahr 2025 insgesamt 2.927 erlegte Wildschweine wegen überhöhter Strahlenbelastung „vernichtet“, schreibt die „Bild-Zeitung“. Jäger erhalten für das verstrahlte Wild vom Bundesverwaltungsamt Ausgleichszahlungen – 204,52 Euro für ausgewachsene Wildschweine und 102,26 Euro für Frischlinge.

Betroffen sind laut „Bild“ mit den absolut gesehen meisten Fällen , aber auch , Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen. 2024 gab es bundesweit 3.099 verstrahlte Wildschweine, 2022 sogar 7.539.

Nach Bundesländern aufgeschlüsselt entfielen im vergangenen Jahr 2.308 Fälle auf Bayern, 491 auf Baden-Württemberg, eines auf Rheinland-Pfalz, 18 auf Thüringen und 109 auf Sachsen.

Rehe sind laut des Berichts nur noch selten betroffen. In Bayern wurden zuletzt 2023 vier Tiere mit einer Belastung über dem Grenzwert registriert, 2020 waren es 15. Cäsium-137 hat eine Halbwertszeit von etwa 30 Jahren. „Selbst gesammelte Pilze sowie Wild, das sich von Pflanzen und Pilzen aus dem Wald ernährt, können deswegen auch heute noch deutlich erhöhte Cäsium-Werte aufweisen“, so eine Sprecherin des Bundesamtes für Strahlenschutz gegenüber „Bild“.

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Besser sieht es auf landwirtschaftlichen Flächen aus. „In Ackerböden ist das Cäsium an Tonminerale gebunden. Deswegen können die Pflanzen es nicht oder nur in sehr geringen Mengen über die Wurzeln aufnehmen. Lebensmittel aus der Landwirtschaft enthalten daher überall in so gut wie kein Cäsium-137″, erklärt eine Sprecherin des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wildschwein (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Wildschweine überschreiten weiterhin Grenzwerte für radioaktives Cäsium-137 und dürfen nicht in den Handel.
  • 2025 wurden 2.927 verstrahlte Wildschweine "vernichtet"; Jäger erhalten Ausgleichszahlungen.
  • Betroffene Bundesländer: Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene Tiere: Wildschweine, Rehe
  • Regionen: Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen
  • Zahlen: 2025: 2.927 Wildschweine vernichtet; 2024: 3.099 verstrahlte Wildschweine; 2022: 7.539 verstrahlte Wildschweine; Ausgleichszahlungen: 204,52 Euro für ausgewachsene Wildschweine, 102,26 Euro für Frischlinge

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Wildschweine überschreiten Grenzwerte für radioaktives Cäsium-137.
  • Langfristige Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
  • Wiederholte Vernichtung verstrahlter Wildschweine und Ausgleichszahlungen für Jäger.
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