DGB kritisiert Bundesregierung für Ausschluss aus Reformkommissionen

22. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gewerkschaften kritisieren Regierungsdialog in Berlin

() – Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Yasmin Fahimi, hat der Bundesregierung vorgeworfen, die Sozialpartner in wichtigen Reformprozessen auszuschließen. „Wir haben ganz viele Vorschläge zur Staatsmodernisierung und vor allem zur Wirtschafts- und Industriepolitik gemacht“, sagte Fahimi dem Videoformat „Spitzengespräch“ des „Spiegels“. „Die werden zu wenig gehört.“

Sie kritisierte, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber in zentralen Gremien kaum mitreden dürften. „Wir erleben ja derzeit sowohl in der Rentenkommission als auch in der Finanzkommission, Gesundheit und anderen Bereichen, dass die Sozialpartner, also sowohl die Arbeitgeber als auch wir, gar nicht einbezogen werden“, beklagte sie. „Wir werden da mal für ein Stündchen dazugeholt, dann können wir ein bisschen was kommentieren.“

Die DGB-Chefin warnte, dass dieses Vorgehen sowohl der Qualität als auch der Akzeptanz von Reformen schade. „Ich kann nicht nur aus der wissenschaftlichen Blase heraus Gesellschaftspolitik machen“, sagte Fahimi. Man müsse über „ganz viele Veränderungen“ reden und „gemeinsame Initiativen“ ergreifen. „Wir müssen gesellschaftliche Debatten befrieden. Und dazu braucht es einen größeren gesellschaftlichen Konsens.“

An die Koalition formulierte Fahimi einen klaren Appell. „Ich kann diese Bundesregierung nur auffordern, mit uns in intensiveren Austausch zu gehen“, sagte sie. „Dazu reichen irgendwelche halbstündigen Schlagabtausche, wo wir irgendwas kommentieren sollen, nicht aus. Das war in der Vergangenheit definitiv anders“, erklärte die DGB-Chefin. „So kann das aus meiner Sicht nichts werden.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Yasmin Fahimi (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Yasmin Fahimi kritisiert die Bundesregierung für den Ausschluss von Sozialpartnern bei Reformprozessen.
  • Gewerkschaften und Arbeitgeber werden in wichtigen Gremien kaum einbezogen.
  • Fahimi fordert intensiveren Austausch und mehr Beteiligung an Entscheidungen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft die Bundesregierung und Sozialpartner (Gewerkschaften, Arbeitgeber)
  • Warnung vor negativen Auswirkungen auf Reformqualität und Akzeptanz
  • Appell an intensiveren Austausch und langfristige Einbeziehung in Reformprozesse

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ausgrenzung der Sozialpartner in Reformprozessen
  • Fehlende Einbeziehung von Gewerkschaften und Arbeitgebern in zentrale Gremien
  • Mangel an intensivem Austausch zwischen Regierung und Gewerkschaften
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