NRW stellt 20 Millionen Euro für kommunale Klimaanpassung bereit

24. April 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Klimapolitik in Nordrhein-Westfalen: Anpassungsstrategien

() – Das Land stellt den Kommunen 20 Millionen Euro für die Erstellung eigener Klimaanpassungskonzepte zur Verfügung. Das hat das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr am Freitag mitgeteilt.

Ziel ist es, Städte und Gemeinden besser vor den Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen zu schützen. Die neue Klimaanalyse NRW 2026 des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) zeigt demnach, dass rund 7,5 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen in Siedlungsbereichen mit dringendem Handlungsbedarf leben.

Das entspricht knapp 42 Prozent der Landesbevölkerung.

Die Analyse wurde im Vergleich zur ersten landesweiten Untersuchung aus dem Jahr 2018 grundlegend verbessert. Die Modellierungen erfolgen nun in einer räumlichen Auflösung von 25 mal 25 Metern statt wie zuvor 100 mal 100 Metern.

Damit ist die neue Analyse 16-fach höher aufgelöst und macht kleinräumige Unterschiede innerhalb von Städten und Gemeinden deutlich besser sichtbar. Neu ist zudem eine Betroffenheitsanalyse, die nicht nur Hitzebelastungen, sondern auch die Verteilung besonders empfindlicher Bevölkerungsgruppen wie Hochaltrige und Kleinkinder berücksichtigt.

Auch die durchschnittliche Nettokaltmiete als Annäherungswert für Armutsgefährdung wurde einbezogen, um Mehrfachbelastungen räumlich sichtbar zu machen.

Umweltminister Oliver Krischer betonte, dass sich Klimaanpassung vor Ort in den Wohnvierteln, auf Schulhöfen oder in Grünflächen entscheide. Das Land helfe den Kommunen mit verlässlichen Daten, klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen und gezielter Unterstützung.

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Als Beispiel für gelungene Klimaanpassung nannte das Ministerium die Stadt Soest. Die Kommune habe bereits 2016 ein Klimaanpassungskonzept erstellt und setze es Schritt für Schritt um, unter anderem durch die Verschattung von Spielplätzen, die Begrünung von Dächern und die Entsiegelung von Schulhöfen.

Zwischen 2020 und 2026 hat das Land nach eigenen Angaben bereits rund 200 Millionen Euro für die kommunale Klimaanpassung bereitgestellt.

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Nordrhein-Westfalen stellt 20 Millionen Euro für Klimaanpassungskonzepte zur Verfügung.
  • Rund 7,5 Millionen Menschen leben in Siedlungsbereichen mit dringendem Handlungsbedarf.
  • Neue Klimaanalyse NRW 2026 hat eine räumliche Auflösung von 25 mal 25 Metern.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Kommunen in Nordrhein-Westfalen
  • Zielgruppe: Rund 7,5 Millionen Menschen, etwa 42% der Landesbevölkerung
  • Finanzielle Unterstützung: 20 Millionen Euro für klimaanpassende Konzepte, 200 Millionen Euro in der Gesamtheit von 2020 bis 2026

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Bereitstellung von 20 Millionen Euro zur Unterstützung der Klimaanpassungskonzepte kommunaler Einrichtungen
  • Ziel der Verbesserung des Schutzes gegen Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen
  • Notwendigkeit durch hohe Anzahl an Menschen in betroffenen Siedlungsbereichen (7,5 Millionen) in Nordrhein-Westfalen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • 20 Millionen Euro für Klimaanpassungskonzepte an Kommunen bereitgestellt
  • Unterstützung mit verlässlichen Daten und klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen
  • Beispielhafte Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen in der Stadt Soest
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