Kretschmer bezeichnet Programm der AfD als "verrückt"

25. April 2026

Regional - Sachsen-Anhalt - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Sachsen: AfD-Bedenken und Wahlprognosen

() – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnt vor einem möglichen AfD-Ministerpräsidenten in -Anhalt.

„Wenn man das Wahlprogramm von liest, muss man sagen: Was für eine rückwärtsgewandte Politik in der Bildung, der Wissenschaft oder der Europapolitik. Abschaffung der Schulpflicht, verrückt“, sagte Kretschmer der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Auch den Angriff der AfD auf die Kirchen kritisiert der sächsische Ministerpräsident: „Man geriert sich als Verteidiger des christlichen Abendlandes – und will den Kirchen die Gelder wegnehmen.“

Mit Umfragewerten nahe 40 Prozent steigt derzeit die Wahrscheinlichkeit einer AfD-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt. „Die Frage, wer regiert, entscheidet sehr viel“, so Kretschmer in der FAS. „Das ist bereits der Fall, wenn es um einen Oberbürgermeister oder einen Landrat geht.“

Deshalb arbeite die CDU mit Sven Schulze daran, „dass es nicht zu einer AfD-Regierung kommt“.

Auch für die in amtierende SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig spricht der Christdemokrat Kretschmer eine indirekte Wahlempfehlung aus: Sie sei „eine erfolgreiche Ministerpräsidentin“ und „besonders durchsetzungsstark“. „Solche Persönlichkeiten, die auch bundespolitische Entscheidungen verändern können, sollten wiedergewählt werden“, so der sächsische Ministerpräsident in der FAS.

Von der These, dass die AfD sich in Regierungsverantwortung entzaubere, hält Kretschmer nichts.

„Die Lösung, die AfD wieder kleiner zu machen, liegt nicht darin, sie in die Verantwortung zu bringen. Die Lösung liegt aber auch nicht in großen Demonstrationen gegen die AfD. Und auch nicht in Bekenntnisschwüren, dass man mit der AfD nicht zusammenarbeitet“, so der sächsische Regierungschef.

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„Demokratie und Rechtsstaat verteidigen wir am besten, indem wir zeigen, dass die Institutionen und die Verfahrensregeln, die wir uns geben, erfolgreich die Probleme des Landes lösen. Das tun sie im Moment in den Augen eines großen Teils der Bevölkerung aber nicht ausreichend.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Michael Kretschmer (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kretschmer warnt vor einem möglichen AfD-Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt
  • CDU arbeitet mit Sven Schulze zusammen, um eine AfD-Regierung zu verhindern
  • Kretschmer spricht sich indirekt für eine Wiederwahl von Manuela Schwesig aus, bezeichnet sie als durchsetzungsstark

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft potenzielle AfD-Wähler in Sachsen-Anhalt (40% Umfragewerte)
  • betrifft die CDU und ihre Zusammenarbeit mit Sven Schulze
  • betrifft die SPD und Manuela Schwesig als erfolgreiche Ministerpräsidentin

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warnung vor rückwärtsgewandter Politik der AfD in Bildung und Wissenschaft
  • AfD-Angriffe auf Kirchen und deren Finanzierung kritisiert
  • Hohe Umfragewerte der AfD erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Regierung unter deren Führung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • CDU arbeitet daran, dass es nicht zu einer AfD-Regierung kommt.
  • Kretschmer spricht sich für die Wiederwahl von Manuela Schwesig aus.
  • „Demokratie und Rechtsstaat verteidigen“ durch erfolgreiche Problemlösungen der Institutionen.
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