Umweltstaatssekretär lobt "Koalition der Ausstiegs-Macher"

27. April 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Klimapolitik im Fokus: Santa Marta-Konferenz

() – Vor der internationalen Konferenz in zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern hat Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) von einem positiven Signal gesprochen. „In Santa Marta kommt erstmals eine Koalition der Ausstiegs-Macher zusammen. Dass diese Vorreiterkoalition schon so groß ist, ist ein ermutigendes Zeichen“, sagte er am Montag mit Blick auf die über 60 Teilnehmerländer. „Relevante Teile der Weltgemeinschaft sind bereit, die Ursachen der aktuellen fossilen Energiekrise anzugehen.“

Flasbarth warb für den verstärkten Einsatz von Alternativen zu Kohle, Öl und Gas. „Zum Glück gibt es gute Gegenmittel gegen fossile Abhängigkeiten: der Ausbau der erneuerbaren Energien, Investitionen in Netze und Speicher und die Elektrifizierung von Mobilität und Wärmeversorgung“, erklärte er. „All das treiben wir national und international voran.“

Der SPD-Politiker verteidigte die internationale Klima-Diplomatie. „Letztlich braucht es beides: Konferenzen für Vorreiterallianzen wie in Santa Marta und Konferenzen, die einen globalen Konsens vorbereiten wie den Petersberger Klimadialog“, so Flasbarth. „Denn um global verbindliche Entscheidungen auf der Weltklimakonferenz zu erreichen, braucht es gute Beispiele aus der Praxis und gute Diplomatie zwischen unterschiedlichen Interessengruppen, um am Ende zu einstimmigen Ergebnissen zu kommen.“

Mehr als 60 Regierungen wollen am 28. und 29. April auf Einladung von Kolumbien und den Niederlanden an der Konferenz in Santa Marta, Kolumbien, teilnehmen. Mögliche Ergebnisse der Konferenz sollen in den von der brasilianischen COP30-Präsidentschaft angekündigten internationalen Fahrplan zur Abkehr fossiler Energien einfließen. Dieser soll vor der COP31 in Antalya im November 2026 veröffentlicht werden.

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Bei der Weltklimakonferenz COP30 in im vergangenen Jahr hatten die Regierungen Kolumbiens und der angekündigt, die internationale Konferenz zur Abkehr von fossilen Energien auszurichten. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen ist ein zentrales Ziel, das alle Vertragsstaaten des Paris-Abkommens gemeinsam auf der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai im Jahr 2023 beschlossen haben.

hat sich mit dem Bundes-Klimaschutzgesetz rechtlich dazu verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein. Dies setzt nach Angaben des Bundesumweltministeriums einen weitestgehenden Ausstieg aus den fossilen Energien schon zum Ende der 2030er Jahre voraus.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Greenpeace-Protest für Klimaschutz (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Über 60 Länder nehmen an der internationalen Konferenz in Santa Marta teil.
  • Der internationale Fahrplan zur Abkehr fossiler Energien soll vor der COP31 im November 2026 veröffentlicht werden.
  • Deutschland plant einen weitgehenden Ausstieg aus fossilen Energien bis Ende der 2030er Jahre im Rahmen des Bundes-Klimaschutzgesetzes.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Positives Signal durch Koalition der Ausstiegs-Macher
  • Mehr als 60 Länder bereit, fossile Energiekrise anzugehen
  • Verpflichtung Deutschlands zur Klimaneutralität bis 2045 erfordert Ende fossiler Energien bis Ende der 2030er Jahre

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verstärkter Einsatz von Alternativen zu Kohle, Öl und Gas
  • Ausbau der erneuerbaren Energien, Investitionen in Netze und Speicher
  • Unterstützung internationaler Konferenzen zur Förderung des Ausstiegs aus fossilen Energien
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