Linnemann will Dokumentationspflichten für Unternehmen aussetzen

28. April 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftspolitik: Entlastungspläne aus Berlin

() – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat einen eigenen Drei-Punkte-Plan zur Entlastung der deutschen Wirtschaft vorgelegt. „Unser Mittelstand und unser Handwerk brauchen ein Signal des Aufbruchs“, sagte Linnemann dem „Stern“.

Der CDU-Generalsekretär drängt darauf, für drei Jahre alle Dokumentationspflichten für Unternehmen auszusetzen. „Stattdessen sollten wir auf ein einfaches Prinzip setzen: weniger Bürokratie, dafür verstärkte Kontrollen und spürbare Strafen bei Verstößen.“ Dokumentationspflichten würden Unternehmer seiner Ansicht nach unter Generalverdacht stellen. „Im Straßenverkehr muss man auch nicht aufschreiben, dass man in einer 30er-Zone 30 km/h gefahren ist“, sagte Linnemann. Wer aber zu schnell fahre, werde hart bestraft.

Außerdem will Linnemann alle derzeit noch analogen Statistikpflichten für Unternehmen so lange aussetzen, bis der Staat selbst eine digitale Lösung bietet. „Die derzeitige Zettelwirtschaft schafft viel Bürokratie und wenig Erkenntnis“, kritisierte der Christdemokrat. Der Staat müsse diese Chance nutzen und die Regelungen vor Wiedereinsetzung auf ihre Sinnhaftigkeit überprüfen.

Darüber hinaus will Linnemann die deutschen Sorgfaltspflichten für Unternehmen zum Schutz der Umwelt, Menschen- und Kinderrechte entlang globaler Lieferketten streichen. „Wir sollten schnellstmöglich das deutsche Lieferkettengesetz abschaffen und durch die neuen europäischen Regeln ersetzen“, sagte Linnemann. „Das würde besonders den Mittelstand und alle Unternehmen mit weniger als 5.000 Mitarbeitern massiv entlasten.“ Bis 2028 müsste ohnehin Regeln der EU-Ebene einführen, die erst ab 5.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro gelten. Die Abschaffung der deutschen Regel ist im schwarz-roten Koalitionsvertrag vereinbart.

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An diesem Dienstag will die Unionsfraktion bei einer Klausurtagung neue Entlastungsmaßnahmen für die Wirtschaft verabreden. „Vorfahrt muss jetzt alles haben, was unsere Wettbewerbsfähigkeit stärkt“, sagte der CDU-Generalsekretär. Seine Maßnahmen kosteten den Staat kein Geld, behauptete Linnemann. Er mahnte, die Koalition müsse nun den politischen Willen dafür aufbringen. „Das wäre das Zeichen, dass wir es ernst meinen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Carsten Linnemann (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Aussetzung aller Dokumentationspflichten für Unternehmen für drei Jahre.
  • Streichung der deutschen Sorgfaltspflichten zum Schutz der Umwelt und Menschenrechte.
  • Aussetzung aller analogen Statistikpflichten bis zur Bereitstellung einer digitalen Lösung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betrifft den Mittelstand und das Handwerk in Deutschland
  • Aussetzung der Dokumentationspflichten für Unternehmen für drei Jahre
  • Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes bis 2028 für Unternehmen unter 5.000 Mitarbeitern

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Aussetzung der Dokumentationspflichten für Unternehmen für drei Jahre zur Reduzierung von Bürokratie
  • Forderung nach digitaler Lösung für Statistikpflichten und Überprüfung der Sinnhaftigkeit bestehender Regelungen
  • Streichung deutscher Sorgfaltspflichten zum Schutz der Umwelt und Menschenrechte, um den Mittelstand zu entlasten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Aussetzen aller Dokumentationspflichten für drei Jahre
  • Aussetzen aller analogen Statistikpflichten bis zur Bereitstellung digitaler Lösungen
  • Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes zugunsten neuer europäischer Regeln
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