Immer mehr Paare setzen auf duale Erwerbstätigkeit

28. April 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Veränderungen in Partnerschaften in Deutschland

() – Immer weniger Paare setzen auf das traditionelle Modell, bei dem eine erwerbstätige Person den Hauptverdienst beisteuert und die andere geringfügig oder gar nicht erwerbstätig ist.

2025 gab es insgesamt rund 14,0 Millionen Paare, in denen beide Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren waren. In jedem vierten dieser Paare (25,2 Prozent) war eine Person geringfügig oder gar nicht erwerbstätig und die zweite Person mehr als geringfügig erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilte. Bei mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) aller Paare im Erwerbsalter waren beide mehr als geringfügig erwerbstätig. In 6,0 Prozent der Paare waren beide geringfügig oder gar nicht erwerbstätig.

Binnen zehn Jahren ist der Anteil der Paare gesunken, in denen lediglich eine der beiden Personen geringfügig oder gar nicht erwerbstätig ist: Im Jahr 2015 traf das noch auf jedes dritte (32,5 Prozent) der damals knapp 14,4 Millionen Paare im Alter von 15 bis 64 Jahren zu. Dagegen ist der Anteil der Paare gestiegen, in denen beide mehr als geringfügig erwerbstätig sind. 2015 waren das 59,8 Prozent der Paare. Ein Grund für diese Entwicklung dürfte der Wechsel vieler von einer geringfügigen Beschäftigung zu einer darüber hinausgehenden Erwerbstätigkeit, zumindest in Teilzeit, sein. Der Anteil der Paare, in denen beide geringfügig oder gar nicht erwerbstätig waren, lag 2015 bei 7,7 Prozent, so Destatis.

Siehe auch:  Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober gestiegen
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mann und Frau gehen spazieren (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 25,2 Prozent der Paare haben eine Person, die geringfügig oder gar nicht erwerbstätig ist.
  • 68,8 Prozent der Paare sind beide mehr als geringfügig erwerbstätig.
  • Anteil der Paare mit einer Person geringfügig oder gar nicht erwerbstätig sank innerhalb von zehn Jahren von 32,5 Prozent auf 25,2 Prozent.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Paare im Alter von 15 bis 64 Jahren
  • 14,0 Millionen Paare (2025); 25,2% mit einer Person geringfügig oder nicht erwerbstätig
  • Rückgang von 32,5% (2015) auf 25,2% (2025) in Bezug auf Paare mit nur einer geringfügig oder nicht erwerbstätigen Person

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rückgang traditioneller Erwerbsmodelle in Paaren
  • Anstieg der beiden Partner, die mehr als geringfügig erwerbstätig sind
  • Wechsel vieler Personen von geringfügiger in eine höhere Erwerbstätigkeit

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)