Ex-Diplomat kritisiert US-Vorgehen bei Iran-Gesprächen

29. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Diplomatische Herausforderungen im Iran-Konflikt

() – Hans-Dieter Lucas, Verhandlungsführer der Bundesregierung beim Atom-Abkommen mit dem im Jahr 2015, kritisiert das Vorgehen der USA bei den aktuellen Friedensgesprächen. „Nuklearverhandlungen laufen anders als Immobiliendeals“, sagte Lucas der Wochenzeitung „Die Zeit“.

„Auf der amerikanischen Seite scheint es einiges Hin und Her zu geben. Hinzu kommt, dass Expertise in Nuklearfragen unumgänglich ist“, sagte der ehemalige Diplomat. Vor zehn Jahren hätten der US-Delegation hoch qualifizierte Nuklearexperten angehört. Jetzt verhandelten JD Vance, Steve Witkoff und Jared Kushner offenbar ohne große Begleitung.

Er befürchte deshalb, die Amerikaner könnten über den Tisch gezogen werden, sagte der frühere Botschafter: „Man kann nur hoffen, dass am Ende Experten auf die Vorschläge schauen. Auf der iranischen Seite sitzen jedenfalls Leute, die das Dossier bestens kennen. Der heutige iranische Außenminister Araghtschi war damals einer der Chefunterhändler.“ Über die iranische Seite sagte Lucas: „Ich zähle die Iraner zu den härtesten Verhandlern überhaupt. Hochintelligent, sehr geschickt […], mit hoher Expertise. Da muss man sich sehr warm anziehen.“

Hans-Dieter Lucas war bis zum vergangenen Jahr deutscher Spitzendiplomat. Er war Politischer Direktor im Auswärtigen Amt, Ständiger Vertreter Deutschlands bei der Nato und Botschafter. Das 2015 unterzeichnete und später von Donald Trump aufgekündigte Atom-Abkommen mit dem Iran sollte verhindern, dass die Iraner ihr Uran zu hoch anreichern und für militärische Zwecke nutzen.

Siehe auch:  Warken stellt sinkende Krankenkassenbeiträge in Aussicht
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Weißes Haus (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kritik an den USA für unzureichende Expertise in Nuklearfragen bei den Verhandlungen
  • Bedenken, dass die Amerikaner über den Tisch gezogen werden könnten
  • Iranische Verhandler gelten als hochintelligent und erfahren

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bundesregierung und USA betroffen, aufgrund von Verhandlungen über Atom-Abkommen
  • Zielgruppen: US-Delegation und iranische Verhandler
  • Keine Angabe

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik am Vorgehen der USA bei den Friedensgesprächen
  • Mangel an hochqualifizierten Nuklearexperten in der US-Delegation
  • Iranische Verhandlungspartner mit hoher Expertise und Erfahrung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH