Studie: 300.000 Kitaplätze für Unter-Dreijährige fehlen

30. November 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Kitaplätze in Deutschland: Herausforderungen für Familien

() – In fehlen weiterhin zahlreiche Kitaplätze. Wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, besteht dieses Jahr bei den Betreuungsangeboten für Unter-Dreijährige eine Lücke von 300.000 Plätzen.

Für insgesamt 1,1 Millionen Kinder dieser Altersgruppe wünschten sich die Eltern demnach im Jahr 2025 einen Betreuungsplatz. Doch nur 800.000 Kinder wurden auch tatsächlich institutionell betreut. Jedes siebte Kind ging also aus.

Je nach Bundesland unterscheidet sich die Betreuungssituation stark. Besonders in Nordrhein-Westfalen haben es Familien schwer: Hier fehlen 85.000 Plätze (18 Prozent) – mehr als in jedem anderen Bundesland. Auch relativ zur Zahl der Kinder ist die Lücke im Westen am größten: In und im gingen knapp 19 Prozent der Kinder leer aus, in Nordrhein-Westfalen waren es gut 18 Prozent.

Anders ist die Lage im Osten: Hier ist die Zahl der Unter-Dreijährigen seit 2019 mit einem Rückgang um fast 20 Prozent regelrecht eingebrochen. Damit ist auch der Bedarf an Betreuungsplätzen von 261.000 (2019) auf 213.000 (2025) gesunken. Rein rechnerisch ergibt sich daraus immer noch eine Lücke von 25.000. Allerdings dürfte der tatsächliche Bedarf deutlich geringer ausfallen, was mit Unschärfen in der Statistik zusammenhängt.

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„Gerade für Kinder aus bildungsfernen Haushalten ist der Besuch einer Kita entscheidend für den weiteren Bildungsweg“, sagte IW-Bildungsökonom Wido Geis-Thöne. Vor allem im Westen müsse die Politik deshalb den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur weiter vorantreiben. „Im Osten dürfte angesichts der eingebrochenen Geburtenzahlen ein Abbau von Kitaplätzen unvermeidbar sein – allerdings ohne die Qualität der Betreuung zu verschlechtern.“ Die Gruppengrößen seien dort bislang häufig zu groß, um eine verlässlich gute Qualität zu gewährleisten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ausschreibung von Kitaplatz (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Lücke von 300.000 Kitaplätzen für Unter-Dreijährige in Deutschland
  • 1,1 Millionen Kinder wünschen sich 2025 einen Betreuungsplatz, aber nur 800.000 werden tatsächlich betreut
  • In Nordrhein-Westfalen fehlen 85.000 Plätze (18 Prozent), während die Bedarfslücke im Osten aufgrund sinkender Geburtenzahlen bei 25.000 liegt

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Eltern von 1,1 Millionen Kindern unter drei Jahren wünschen sich 2025 einen Betreuungsplatz
  • Nordrhein-Westfalen: 85.000 fehlende Plätze, mehr als 18% der Kinder gehen leer aus
  • Im Osten Rückgang der Unter-Dreijährigen um fast 20% seit 2019, Bedarf 213.000 Plätze 2025, Lücke von 25.000 Plätzen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Fehlende Kitaplätze: 300.000 Plätze für Unter-Dreijährige in Deutschland
  • Regionale Unterschiede: Besonders hohe Lücken in Nordrhein-Westfalen (85.000 Plätze)
  • Rückgang der Unter-Dreijährigen im Osten: Bedarf an Betreuungsplätzen sinkt, dennoch verbleiben 25.000 Plätze unbesetzt

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ausbau der Betreuungsinfrastruktur im Westen vorantreiben
  • Abbau von Kitaplätzen im Osten, ohne Qualität zu verschlechtern
  • Senkung der Gruppengrößen zur Verbesserung der Betreuungsqualität
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH