Wadephul hält Nato für robust

1. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Transatlantische Beziehungen und Irankrieg in Berlin

() – Außenminister Johann Wadephul (CDU) sieht das transatlantische Verhältnis weiter als fest und belastbar an. Das sagte der CDU-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Er gesteht dabei kommunikative Probleme auf deutscher Seite mit Blick auf den Irankrieg ein und kritisiert jüngste Äußerungen aus Washington. Seinen zum Amtsantritt geäußerten Satz, dass er im Kern nie Zweifel gehabt habe, dass die Vereinigten Staaten an unserer Seite stünden, würde er auch heute so wiederholen, erklärte der Außenminister. Er habe die US-Administration „in ihrer Tiefe kennengelernt, vom State Department bis in die Nato-Strukturen“, so Wadephul. „Dort erlebe ich immer wieder, dass das transatlantische Bündnis fest ist.“

Mit Blick auf die Irritationen in den vergangenen Tagen, als auf die Einschätzung des Bundeskanzlers, dass der die USA demütige, Einlassungen des US-Präsidenten folgten bis hin zu der Drohung, einen Truppenabzug aus zu prüfen, mahnte Wadephul, das Grundsätzliche nicht aus den Augen zu verlieren. „Meinungsunterschiede in und zwischen offenen Gesellschaften sind normal, sie dürfen das Grundsätzliche nicht infrage stellen“, sagte er. „Dafür tragen wir alle Verantwortung, gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen.“

Die Warnung des Kanzlers sei klar an Iran adressiert gewesen, jetzt das Blatt nicht zu überreizen und die USA nicht noch weiter herauszufordern, sagte Wadephul. Darin sei er sich in seinem Gespräch mit US-Außenminister Rubio am Mittwoch auch völlig einig gewesen.

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Mit Blick auf Streitthemen der vergangenen Monate wie die Zölle und Trumps Drohungen gegenüber Grönland sagte Wadephul, natürlich besorge ihn das. „Manches davon war und ist wirklich unnötig.“ Er bemühe sich, das zu verstehen.

Wadephul gestand aber auch ein, dass rund um den Irankrieg und die Sicherung der Straße von Hormus die Kommunikation der Bundesregierung nicht gut genug gewesen sei. Man sei von Beginn an bereit gewesen, an einem „Nachkriegsszenario mitzuwirken, das globale Interessen, die ja auch unsere sind, gegenüber Iran absichert“, sagte er. „Wir hätten dies vielleicht noch klarer formulieren können, um damit zur gesamten US-Regierung durchzudringen“, so Wadephul. „Wir haben in unseren Gesprächen mit Washington gespiegelt bekommen, dass man unsere Rolle zu schätzen weiß.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nato-Hauptquartier (Archiv)

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  • Zielgruppen: deutsche und US-amerikanische Regierung, Außenministerien
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