SPD wirft Landesregierung Versagen bei Busanbindung vor
Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung
Verkehrspolitik in Schleswig-Holstein unter Druck
Kiel () – Die SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein hat der Landesregierung aus CDU und Grünen vorgeworfen, die Finanzierung des Busverkehrs im Land sträflich zu vernachlässigen. In einer aktuellen Stunde im Landtag kritisierte der Abgeordnete Niclas Dürbrook, dass die Kosten für die Kreise explodierten, während die Landeszuschüsse eingefroren seien.
Dies führe zu massiven Kürzungen bei den Busverbindungen, was vor allem die Menschen in den ländlichen Regionen treffe.
Dürbrook verwies auf konkrete Beispiele aus mehreren Kreisen. In Nordfriesland seien Rufbusse eingestellt worden, im Kreis Herzogtum Lauenburg werde über die Ausdünnung von 29 Buslinien nachgedacht.
In Rendsburg-Eckernförde seien bereits erste Linien gekürzt oder gestrichen worden. Die Kreise stünden vor einem Scherbenhaufen, da sich die von ihnen aufzubringenden Mittel für den Busverkehr seit 2019 verfünffacht hätten, die Landeszuschüsse aber seit 2024 nicht mehr gestiegen seien.
Dies sei ein „Hilferuf der Kreise“, den man ernst nehmen müsse.
Der SPD-Politiker machte deutlich, dass es sich bei den Busverbindungen um Daseinsvorsorge handle. „Es geht um die Anbindung unserer Dörfer“, sagte Dürbrook. Die Verkehrswende entscheide sich nicht an großen Schienenprojekten, sondern an der Bushaltestelle vor der Haustür.
Wenn dort kein Bus komme, sei die Verkehrswende gescheitert. Die SPD habe im Haushalt eine Dynamisierung der Landesmittel beantragt, um die Lücke zu schließen, CDU und Grüne hätten dies jedoch abgelehnt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ersatzhaltestelle (Archiv) |
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- SPD kritisiert Finanzierung des Busverkehrs in Schleswig-Holstein
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