Tunnelbauer Herrenknecht kritisiert "Softie-Gesellschaft"
Baden-Württemberg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftliche Herausforderungen in Deutschland
Berlin () – Der Familienunternehmer Martin Herrenknecht hat die schwarz-rote Koalition zu ihrem einjährigen Jubiläum scharf kritisiert. Deutschland sei träge geworden und komme ihm vor „wie in einem Dornröschenschlaf“, sagte er dem „Focus“.
Das gelte auch für die versprochene Modernisierung der Infrastruktur, von der er nach einem Jahr noch nicht viel sehe.
Herrenknecht erklärte, er stehe zwar voll hinter Kanzler Friedrich Merz (CDU), der international eine gute Figur mache und Deutschland wieder ins Spiel bringe. Leider habe er aber das Gefühl, dass die SPD denke, die Wahl gewonnen zu haben, und nun vieles ausbremse, was es seiner Ansicht nach an Umbau bräuchte.
Die Politik müsse „endlich den Hintern hochkriegen und unser Land modernisieren“, so Herrenknecht.
„Wir sind schon auch eine Softie-Gesellschaft geworden mit höchsten Ansprüchen“, kritisierte er. Das sehe er unter anderem daran, was junge Hochschulabsolventen bei ihm schon alles verlangten an Sabbatical-Möglichkeiten, Homeoffice-Optionen und Elternzeit-Modellen.
Zugleich höre er, dass viele klassisch wichtige Fächer etwa rund um den Maschinenbau immer weniger Interessenten anlockten. Aber genau die MINT-Fächer hätten Deutschland seiner Ansicht nach stark gemacht.
Herrenknecht richtete einen Appell zur Förderung junger Unternehmen an die Bundesregierung.
Er wünsche sich zum Beispiel für Start-ups, dass man sie in den ersten Firmenjahren „ganz ohne Regulatorik“ arbeiten ließe. Sein eigenes Unternehmen könnte er heute gar nicht mehr gründen, behauptete der Unternehmer.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | U-Bahn-Tunnel (Archiv) |
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