Festnahme eines mutmaßlichen Betreibers von Online-Fakeshops auf Mallorca – Durchsuchungen auch in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Kriminalität auf Mallorca: Festnahme eines Verdächtigen
Reutlingen () – Ein 35-jähriger deutscher Staatsangehöriger, der als einer der mutmaßlich führenden Köpfe in der deutschsprachigen Underground Economy gilt, ist am 6. Mai auf Mallorca festgenommen worden. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe mit.
Die Festnahme erfolgte im Rahmen umfangreicher Ermittlungen der Polizeipräsidien Offenburg und Reutlingen, die unter der Leitung des Cybercrime-Zentrums Baden-Württemberg (CCZ) durchgeführt wurden.
Gegen den Beschuldigten besteht der Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs zum Nachteil von rund 1.000 Geschädigten aus Deutschland. Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Mann im Zeitraum von März 2023 bis Januar 2025 insgesamt 42 sogenannte Fakeshops betrieben hat.
Die Geschädigten, die unter anderem aus Offenburg, Reutlingen, Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart stammen, haben Waren bestellt und im Vertrauen auf deren Lieferung den Kaufpreis überwiesen, ohne die bestellte Ware zu erhalten. Der bislang ermittelte Gesamtschaden beläuft sich auf mindestens 323.000 Euro.
Zeitgleich mit der Festnahme fanden Durchsuchungsmaßnahmen in der Wohnung des Beschuldigten auf Mallorca sowie in mehreren Objekten in Deutschland statt.
Dabei wurden zahlreiche elektronische Datenträger beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden. Zudem konnten bei dem Beschuldigten Bitcoin im Wert von rund 314.000 Euro sichergestellt werden.
Der Mann befindet sich derzeit in Auslieferungshaft, während die weiteren Schritte zur Überstellung nach Deutschland abgestimmt werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Spanische Polizei (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Festnahme eines 35-jährigen Deutschen auf Mallorca am 6. Mai
- Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs mit einem Gesamtschaden von mindestens 323.000 Euro
- Beschlagnahmung von elektronischen Datenträgern und Bitcoin im Wert von rund 314.000 Euro
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- 1.000 Geschädigte aus Deutschland
- Zeitraum: März 2023 bis Januar 2025
- Gesamtschaden beträgt mindestens 323.000 Euro
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs
- Betrieb von 42 Fakeshops im Zeitraum von März 2023 bis Januar 2025
- Gesamtschaden von mindestens 323.000 Euro für etwa 1.000 Geschädigte
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Durchführung umfangreicher Ermittlungen der Polizeipräsidien Offenburg und Reutlingen
- Festnahme des Beschuldigten und Durchsuchungsmaßnahmen in Deutschland und Mallorca
- Beschlagnahmung zahlreicher elektronischer Datenträger und Bitcoin im Wert von 314.000 Euro

