Frontex warnt vor Waffenschmuggel aus Ukraine

10. Mai 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Sicherheit und Migration in Europa

() – Die EU-Grenzschutzagentur Frontex warnt vor Waffenschmuggel aus der nach Europa – besonders nach einem möglichen Waffenstillstand oder Frieden. Er halte das Risiko für „hoch“, sagte Frontex-Vize-Direktor Lars Gerdes der „Welt“.

Mit einem Ende der Kampfhandlungen könnten größere Mengen an Waffen, Munition und Sprengstoff im Land verbleiben. Gleichzeitig gebe es viele Menschen mit finanziellem Bedarf. „Es könnte zu Waffenschmuggel in einem größeren Ausmaß kommen. Das könnte zu einem Sicherheitsproblem für Europa werden“, sagte Gerdes. Insbesondere sei dies der Fall, wenn Kriegswaffen in kriminelle Netzwerke oder an Terroristen gelangten.

Ein Szenario ähnlich den Entwicklungen nach den Jugoslawienkriegen sei „gut möglich“, jedoch mit Waffen neuerer Generation, sagte Gerdes. Die EU-Grenzschutzagentur sei bereits mit verstärkten Kräften an der Westgrenze der Ukraine präsent und beobachte die Lage genau. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte in dieser Woche davon gesprochen, dass sich der Krieg gegen die Ukraine „dem Ende“ zuneige.

An der EU-Außengrenze beobachtet Frontex die Instrumentalisierung von Migration durch staatliche Akteure wie Belarus und Russland. Man nehme Fluchtbewegungen von Migranten von den europäischen Ostgrenzen nach wahr, so Gerdes. „Es ist unwahrscheinlich, dass die Menschen dies rein aus eigenem Antrieb tun, geschweige denn selbst die finanziellen Mittel dafür aufbringen können.“ Von Libyen versuchten die Menschen nach Europa zu gelangen. Daraus resultiere ein starker Anstieg bei den Ankünften etwa auf der griechischen Insel Kreta, so Gerdes. Er warnte: „Die nächste Krise wird kommen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ukrainische Flagge (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Frontex warnt vor einem erhöhten Risiko des Waffenschmuggels aus der Ukraine nach Europa nach einem möglichen Waffenstillstand.
  • Die Situation könnte sich ähnlich entwickeln wie nach den Jugoslawienkriegen, jedoch mit moderneren Waffen.
  • Frontex beobachtet auch migrationsbedingte Fluchtbewegungen von der Ostgrenze Europas nach Libyen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Europa, insbesondere EU-Staaten
  • Zielgruppen: Kriminelle Netzwerke, potenzielle Terroristen
  • Risiko: hoher Waffenschmuggel nach Waffenstillstand, vergleichbar mit Jugoslawienkriegen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warnung vor Waffenschmuggel aus der Ukraine nach Europa nach möglichen Friedensverhandlungen
  • Gefahr, dass vorrätige Waffen und Munition in kriminelle Netzwerke oder an Terroristen gelangen
  • Anzeichen für zunehmende Migration durch staatliche Akteure, wie Belarus und Russland, in Verbindung mit Waffenschmuggel

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Frontex verstärkt Präsenz an der Westgrenze der Ukraine.
  • Beobachtung der Lage in Bezug auf möglichen Waffenschmuggel.
  • Warnung vor steigenden Migrantenbewegungen und deren potenzieller Instrumentalisierung.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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