Ombudsstelle zum Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz legt ersten Bericht vor
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Gesellschaftliche Diskriminierung in Berlin
Berlin () – Die Ombudsstelle zum Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz hat einen umfassenden Bericht über ihre Arbeit seit 2020 vorgelegt. Diskriminierung durch staatliches Handeln gehört für viele Berliner zum Alltag, etwa im Bürgeramt, im Bildungsbereich oder im öffentlichen Nahverkehr, teilte die Ombudsstelle am Montag mit.
Seit ihrer Einrichtung im Herbst 2020 hat die Ombudsstelle fast 4.000 Beratungsanfragen erfasst, davon über 2.000 mit direktem Bezug zum Gesetz.
Die häufigsten Beschwerden betreffen Rassismus sowie Diskriminierungen aufgrund von Behinderung oder chronischer Erkrankung. Besonders häufig berichten Menschen von Diskriminierung in Bezirksämtern, Schulen, Hochschulen und im öffentlichen Nahverkehr.
Ein deutlicher Anstieg wurde bei Antisemitismusbeschwerden an Hochschulen verzeichnet.
Der Bericht zeigt, dass Diskriminierung häufig auch strukturelle Ursachen hat, wie fehlende Barrierefreiheit oder komplizierte Verwaltungsabläufe. Die Ombudsstelle fordert daher ein gesetzliches Initiativrecht, um auch bei struktureller oder institutioneller Diskriminierung tätig werden zu können, ohne dass zuvor eine individuelle Beschwerde vorliegen muss.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frau mit Kopftuch und Frau ohne Kopftuch (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Ombudsstelle hat fast 4.000 Beratungsanfragen seit 2020 erfasst, über 2.000 mit Bezug zum Gesetz
- Häufigste Beschwerden betreffen Rassismus, Diskriminierung aufgrund von Behinderung oder chronischer Erkrankung
- Ombudsstelle fordert gesetzliches Initiativrecht für strukturelle oder institutionelle Diskriminierung
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Berliner Bürger, insbesondere in Bürgerämtern, Schulen, Hochschulen und im öffentlichen Nahverkehr.
- Über 4.000 Beratungsanfragen seit Herbst 2020, davon über 2.000 direkt zum Gesetz.
- Zunahme von Antisemitismusbeschwerden an Hochschulen und Forderung nach gesetzlichem Initiativrecht für die Ombudsstelle.
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Ein umfassender Bericht über Diskriminierung und Beratungsanfragen wurde veröffentlicht.
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