DB-Chefin Palla stellt Randgeschäfte auf den Prüfstand

12. Mai 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Strategien der Deutschen Bahn in Berlin

() – Bahnchefin Evelyn Palla will sich von unrentablen Beteiligungen der Deutschen Bahn trennen, wenn diese nicht zum Kerngeschäft gehören.

„Kerngeschäft, das ist das richtige Triggerwort. Wir konzentrieren uns noch fokussierter auf das Eisenbahnfahren“, sagte Palla dem „Stern“. Randgeschäfte wie Angebote für die sogenannte erste und letzte Meile werde die Deutsche Bahn „künftig nur noch machen, wenn wir damit auch Geld verdienen“. Damit kommen auch Bahn-Angebote wie die Vermietung von Leihrädern (Call-a-bike) oder Leihautos (Flinkster) auf den Prüfstand. Mit welchem Geschäft die Bahn Geld verdient und mit welchem nicht, ließ Palla offen. Sie machte aber klar: „Wo heute Minus ist, muss demnächst ein Plus stehen.“

Der DB-Konzern listet in seiner Bilanz über 500 Beteiligungen auf, etliche davon im Ausland. Bereits im vergangenen Jahr verkaufte die Bahn ihre äußerst profitable Logistiktochter DB Schenker, die Warentransporte überwiegend per Lkw organisierte. Zudem hat sich der Staatskonzern von Arriva getrennt, einem internationalen Personenunternehmen, das in Großbritannien, oder den Niederlanden Bus oder Regionalverkehr organisierte. Die Abkoppelung erfolgte aufgrund strategischer Überlegungen, aber auch weil durch die Verkaufserlöse die hohe Schuldenlast der DB reduziert werden konnte.

Siehe auch:  Linke will erneut in Geheimdienst-Kontrollgremium

Entschieden ist bereits, dass die DB sich von großen Schienenprojekten im Ausland, etwa in und in , trennt. Diese werden derzeit von der Tochtergesellschaft DB E.C.O. Group betreut. „Das ist ein Geschäft, von dem wir uns mittelfristig trennen werden“, sagte Palla dem „Stern“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Evelyn Palla (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bahnchefin Evelyn Palla will unrentable Beteiligungen kündigen, die nicht zum Kerngeschäft gehören.
  • Randgeschäfte wie Leihräder und Leihautos stehen auf dem Prüfstand.
  • DB trennt sich von großen Schienenprojekten im Ausland, insbesondere in Indien und Uruguay.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Deutsche Bahn, unwirtschaftliche Geschäftsbereiche, mittelfristig
  • Fokus auf nationales Eisenbahnfahren, internationale Projekte wie in Indien und Uruguay betroffen
  • Über 500 Beteiligungen, Verkauf von DB Schenker und Arriva, Reduzierung der Schuldenlast

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Trennung von unrentablen Beteiligungen zur Fokussierung auf das Kerngeschäft Eisenbahnfahren
  • Prüfung von Randgeschäften wie Leihrad- und Leihauto-Angeboten auf Rentabilität
  • Reduzierung der Schuldenlast durch Verkauf profitabler Tochtergesellschaften und Beteiligungen im Ausland

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Trennung von unrentablen Beteiligungen der Deutschen Bahn, die nicht zum Kerngeschäft gehören
  • Prüfung von Randgeschäften wie Vermietung von Leihrädern und Leihautos auf Rentabilität
  • Abkoppelung von großen Schienenprojekten im Ausland, z.B. in Indien und Uruguay
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)