Koch und Steinbrück fordern Subventionsabbau per Rasenmäher-Methode
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Subventionsabbau in Berlin diskutiert
Berlin () – Vor dem Koalitionsausschuss rufen Roland Koch (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) ihre Parteien zu einem entschlossenen Subventionsabbau nach der Rasenmäher-Methode auf.
„Ich halte viel von der Rasenmäher-Methode. Kürzt man Subventionen einzeln, verzettelt man sich nur“, sagte Steinbrück dem „Handelsblatt“. Koch sagte, es sei sinnvoll, einen Mechanismus zu finden, der Gelder kürze, ohne sich für jeden Einzelbeitrag rechtfertigen zu müssen.
Die beiden früheren Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen erarbeiteten 2003 ein Konzept zum Subventionsabbau, das als „Koch-Steinbrück-Liste“ bekannt wurde. Die aktuelle Bundesregierung verhandelt derzeit wieder über den Abbau von Subventionen, um Löcher im Haushalt zu stopfen und die für 2027 angestrebte Steuerreform gegenzufinanzieren.
Steinbrück verwies auf den Subventionsbericht des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft, nach dem die gesamtstaatlichen Subventionen im Jahr 2024 rund 285 Milliarden Euro betrugen. Er sei sich sicher, dass man da durchaus zehn bis 15 Prozent einsparen könne. Damit hätte man eine Steuerreform gegenfinanziert.
„Jeder Unternehmenschef weiß: `Zehn Prozent gehen eigentlich immer`“, sagte Koch. Er und Steinbrück hätten seinerzeit alle Ideen zusammengetragen und geschaut, wo sie sich einig seien. Es sei genug übrig geblieben. Das Vorgehen sei erfolgreich gewesen, und diese Methode sollte die Bundesregierung jetzt auch anwenden, empfahl Koch. Der CDU-Politiker ist überzeugt: „Um die zehn Milliarden Euro lassen sich in einer überschaubaren Zeit, vielleicht in zwei Jahren, sicher einsparen. Und das nicht nur als Einmaleffekt – sondern dauerhaft.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Peer Steinbrück (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Roland Koch und Peer Steinbrück fordern Subventionsabbau nach der Rasenmäher-Methode
- Steinbrück sieht Einsparpotenzial von 10-15 Prozent bei Subventionen für 2024
- Koch schätzt, dass in zwei Jahren dauerhaft etwa zehn Milliarden Euro eingespart werden können
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppen: Unternehmen, Steuerzahler
- Regionen: Deutschland
- Zahlen: 285 Milliarden Euro Subventionen (2024), 10-15% Einsparungen angestrebt, 10 Milliarden Euro Einsparung innerhalb von zwei Jahren
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Dringender Subventionsabbau zur Haushaltskonsolidierung
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- Einsparungen von zehn bis 15 Prozent der Subventionen zur Finanzierung der Steuerreform prüfen
