Landesregierung: Hessens neue Beratungsstelle gegen Hass im Netz zeigt Wirkung

15. Mai 2026

Hessen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Hessen: Rückgang von Hassmeldungen im Internet

() – Die hessische Landesregierung hat eine positive Zwischenbilanz ihrer neu ausgerichteten Anlauf- und Beratungsstelle gegen Hass und Hetze im Internet gezogen. Wie Innenminister Roman Poseck am Freitag mitteilte, sei die Umstellung der ehemaligen Meldestelle „HessengegenHetze“ auf eine reine Beratungsstelle erfolgreich verlaufen.

Die Neukonzeption war zum 11. Februar abgeschlossen worden.

In den ersten drei Monaten seien über 450 Hinweise eingegangen, was einem Rückgang des Aufkommens um mehr als 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Wöchentlich gingen nun rund 35 Meldungen ein, während es 2025 noch durchschnittlich 650 gewesen seien.

Poseck betonte, dass die Konzentration auf Fälle mit Hessenbezug und der Verzicht auf die Entgegennahme von Strafanzeigen zu einer „gewollten Konzentration auf das Wesentliche“ geführt habe. Die Stelle solle keine Plattform mehr für Nicht-Betroffene sein, die den Rechtsstaat instrumentalisieren wollten.

In den ersten Monaten wurden zehn Beratungsgespräche geführt, unter anderem zu strafrechtlichen Möglichkeiten bei Beleidigungen oder zum Löschen von Inhalten.

Betroffene Kommunalpolitiker seien an die Onlinewache oder die örtliche Polizei verwiesen worden. Poseck unterstrich, dass das Strafrecht die „ultima ratio“ bleibe und nicht vorschnell angewendet werden dürfe.

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Die Meinungsfreiheit sei ein hohes Gut, und auch schwer erträgliche Beiträge könnten sich in der Regel darauf berufen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Roman Poseck (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Umstellung der Meldestelle „HessengegenHetze“ auf eine Beratungsstelle erfolgreich abgeschlossen
  • Rückgang der eingehenden Hinweise um mehr als 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
  • Wöchentlich rund 35 Meldungen in den ersten drei Monaten statt durchschnittlich 650 im Jahr 2025

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Kommunalpolitiker in Hessen
  • Rückgang der Hinweise: über 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
  • Zeitraum: Umstellung abgeschlossen am 11. Februar, erste drei Monate nach Umstellung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Neu ausgerichtete Anlauf- und Beratungsstelle gegen Hass und Hetze im Internet
  • Über 450 Hinweise in den ersten drei Monaten, Rückgang um mehr als 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
  • Konzentration auf Hessenbezug und Verzicht auf Entgegennahme von Strafanzeigen
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