Unicef-Studie: Deutschland bei Kinderwohl unterdurchschnittlich

17. Mai 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Herausforderungen in Deutschland

Genf () – hat im internationalen Vergleich des kindlichen Wohlbefindens erneut unterdurchschnittlich abgeschnitten. Das ergab eine Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef, in der das Wohlbefinden von Kindern in 37 Ländern der EU und der OECD untersucht wurde. Deutschland belegte dabei nur Platz 25.

Die Studie zeigt, dass in Ländern mit hoher Einkommens- und Vermögensungleichheit viele Kinder unter Bedingungen aufwachsen, die ihre körperliche und mentale Gesundheit sowie ihre schulischen Kompetenzen beeinträchtigen. Die Kinderarmutsquote in Deutschland stagniert seit Jahren bei 15 Prozent, und die Einkommensungleichheit hat sich verschärft. Menschen im wohlhabendsten Fünftel der Bevölkerung verfügen heute über fünfmal so viel Einkommen wie Menschen im ärmsten Fünftel.

Im Bildungsbereich schnitt Deutschland ebenfalls schlecht ab: Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichten die Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik, was Platz 34 von 41 Ländern bedeutet. Besonders groß ist der Abstand zwischen Jugendlichen aus sozioökonomisch benachteiligten und privilegierten Familien. Unter den Jugendlichen aus benachteiligten Familien erreichen nur 46 Prozent die grundlegenden Kompetenzen. In privilegierten Familien sind es dagegen 90 Prozent.

Unicef Deutschland fordert als Reaktion auf die Ergebnisse entschlossenes politisches Handeln, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und in benachteiligte Kinder zu investieren. „Die Bekämpfung der Kinderarmut muss politische Top-Priorität werden“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland. Die Bundesregierung solle ein Maßnahmenpaket zur finanziellen Absicherung von benachteiligten Kindern entwickeln und die Zugänglichkeit von Leistungen verbessern, so das Kinderhilfswerk. Zudem sollten Bund, Länder und Kommunen sicherstellen, dass alle Kinder Zugang zu Ressourcen wie gut ausgestatteten Schulen, Arztpraxen und Spielplätzen haben.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Unicef (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Deutschland belegt Platz 25 im Vergleich des kindlichen Wohlbefindens in 37 Ländern.
  • Kinderarmutsquote in Deutschland stagniert seit Jahren bei 15 Prozent.
  • Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Deutschland, Platz 25 von 37 Ländern, unterdurchschnittliches kindliches Wohlbefinden
  • Kinderarmutsquote stagniert seit Jahren bei 15 %; Einkommensungleichheit erhöht, reichstes Fünftel hat fünfmal so viel Einkommen wie ärmstes Fünftel
  • Nur 60 % der 15-Jährigen erreichen Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik; 46 % der Jugendlichen aus benachteiligten Familien erreichen diese Kompetenzen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Deutschland belegte Platz 25 im internationalen Vergleich des kindlichen Wohlbefindens
  • Hohe Einkommens- und Vermögensungleichheit beeinträchtigt die Gesundheit und Schulleistungen von Kindern
  • Bildungsunterschiede zwischen sozioökonomisch benachteiligten und privilegierten Familien sind signifikant

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Entwicklung eines Maßnahmenpakets zur finanziellen Absicherung benachteiligter Kinder
  • Verbesserung der Zugänglichkeit von Leistungen für Kinder
  • Sicherstellung des Zugangs zu gut ausgestatteten Schulen, Arztpraxen und Spielplätzen für alle Kinder
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