Chemisch-pharmazeutische Industrie startet schwach ins Jahr 2026

29. Mai 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Entwicklung der Chemiebranche in Frankfurt

() – Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist schwach ins Jahr 2026 gestartet. Die Produktion sank im ersten Quartal saisonbereinigt um 2,8 Prozent und lag damit knapp sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Freitag mit.

Hauptgrund war der deutliche Rückgang der Pharmaproduktion, nachdem Unternehmen 2025 wegen drohender US-Zölle Vorzieheffekte genutzt hatten. Die Chemieproduktion konnte leicht zulegen, blieb jedoch unter dem Vorjahresniveau.

Hohe Energie-, Rohstoff- und Transportkosten belasteten infolge des Nahostkonflikts die Branche. Die Sperrung der Straße von Hormus verschärfte Lieferkettenprobleme und trieb die Preise für Öl, Gas und Naphtha nach oben. In Teilen des Chemiegeschäfts kam es vorübergehend aufgrund von Vorsichtsbestellungen zu einer Belebung der Nachfrage. Eine nachhaltige Erholung erwartet der VCI in diesem Jahr jedoch nicht.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup sagte, die Chemie stehe weiter unter „Dauerstress“, belastet durch „Bürokratie, hohe Kosten und globale Turbulenzen“. verliere weiter an Konkurrenzfähigkeit, wenn und Brüssel nicht gegensteuerten. Auf „geopolitische Krisen“ habe man „wenig Einfluss“, auf die „Standortbedingungen“ jedoch schon. Entscheidend seien jetzt eine „starke Führung, Verlässlichkeit und ein klarer industriepolitischer Kurs“.

Siehe auch:  US-Notenbank lässt Leitzins unverändert - und wird vorsichtiger
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Chemie-Anlagen (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie sank im ersten Quartal 2026 saisonbereinigt um 2,8 Prozent und liegt knapp sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau.
  • Deutlicher Rückgang der Pharmaproduktion aufgrund von Vorzieheffekten 2025 wegen drohender US-Zölle.
  • Hohe Energie-, Rohstoff- und Transportkosten belasten die Branche, Lieferkettenprobleme durch Konflikte im Nahen Osten verschärfen sich.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft die chemisch-pharmazeutische Industrie
  • Rückgang der Produktion um 2,8 Prozent im ersten Quartal 2026
  • liegt knapp sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rückgang der Pharmaproduktion aufgrund von Vorzieheffekten 2025
  • Hohe Energie-, Rohstoff- und Transportkosten infolge des Nahostkonflikts
  • Schlechte Standortbedingungen und kontinuierlicher "Dauerstress" in der Branche

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH