Abschuss von Wildschweinen im Ennepe-Ruhr-Kreis mehr als verdoppelt
Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Wildschweinpopulation im Ennepe-Ruhr-Kreis steigt
Schwelm () – Die Zahl der im Ennepe-Ruhr-Kreis erlegten Wildschweine hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, wurden im Jagdjahr 2025/26 insgesamt 1.032 Tiere geschossen.
Im vorherigen Jagdjahr waren es 402 gewesen, was einem Anstieg um mehr als 156 Prozent entspricht.
Hintergrund ist eine deutlich gestiegene Population der Schwarzkittel, die vermehrt in Wohngebieten, auf Friedhöfen und in der Nähe von Schulen gesichtet wurden. Peter Groß, zuständiger Abteilungsleiter im Kreishaus, betonte, dass Jagdbehörde und Jäger die Entwicklung im Blick hätten und dort handelten, wo es möglich sei.
Spitzenreiter bei den Abschüssen war das Revier Ennepetal-Meininghausen mit rund 70 erlegten Tieren – genau dort, wo es besonders viele Vorfälle gegeben hatte.
Die Jagd in sogenannten befriedeten Bezirken, etwa in der Nähe von Wohngebieten, sei jedoch zu riskant, da das Abfeuern von Geschossen erhebliche Gefahren für Menschen mit sich bringe. Die Kreisverwaltung appelliert an die Bevölkerung, vorbeugend zu handeln: Essensreste nicht offen zugänglich zu machen, Abfälle sicher zu entsorgen und Komposthaufen nicht mit Speiseresten zu bestücken.
Bei Begegnungen mit Wildschweinen rät die Behörde, Ruhe zu bewahren, Abstand zu halten und Hunde anzuleinen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Jägersitz (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Zahl der erlegten Wildschweine im Ennepe-Ruhr-Kreis hat sich mehr als verdoppelt: 1.032 Tiere im Jagdjahr 2025/26 im Vergleich zu 402 im Vorjahr.
- Anstieg der Wildschweinpopulation führt zu vermehrten Sichtungen in Wohngebieten, auf Friedhöfen und in der Nähe von Schulen.
- Jagd in befriedeten Bezirken ist aufgrund der Gefahren für Menschen als riskant eingestuft.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppe: Bevölkerung im Ennepe-Ruhr-Kreis
- Zeitraum: Jagdjahr 2025/26
- Zahl: Anstieg der erlegten Wildschweine von 402 auf 1.032 (über 156 Prozent)
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Deutlich gestiegene Population der Wildschweine
- Sichtungen in Wohngebieten, Friedhöfen und in der Nähe von Schulen
- Erledigung durch Jäger in Revier mit vielen Vorfällen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Jagdbehörde und Jäger beobachten die Wildschweinpopulation und handeln wo möglich.
- Appell an die Bevölkerung zur sicheren Entsorgung von Abfällen und Essensresten.
- Empfehlungen für den Umgang mit Wildschweinen: Ruhe bewahren, Abstand halten, Hunde anleinen.
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