Steinmeier will Beziehung zu Großbritannien "pragmatisch" ausbauen

4. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien stärken

London () – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einer Rede im britischen Parlament für einen „pragmatischen“ Ausbau der Beziehungen zu Großbritannien geworben.

Der erste EU-UK-Gipfel seit dem Brexit, der im Mai in London stattfand, sei ein „wichtiges Signal“ gewesen, sagte der Bundespräsident. Die Europäische Union und das Vereinigte Königreich wollten ihre Partnerschaft auf eine neue Grundlage stellen: „Wir wollen Handel erleichtern. Wir wollen Bürokratie abbauen. Wir wollen Regeln vereinheitlichen.“ Unternehmen könnten dadurch einfacher exportieren, Produkte würden dadurch billiger, und am Ende nütze es den Menschen – auf beiden Seiten des Ärmelkanals.

„Und auch der Kensington-Vertrag, den das Vereinigte Königreich und im Juli dieses Jahres unterzeichnet haben, sendet ein Zeichen des Aufbruchs“, so Steinmeier. Es sei ein Vertrag, der nicht zurückblicke, sondern nach vorn. „In der Sicherheits- und Verteidigungspolitik arbeiten wir enger zusammen als je zuvor. Seite an Seite für unsere gemeinsamen Werte; Seite an Seite bei der Unterstützung der .“ Man stärke zudem gemeinsam die Nord- und Ostflanke der Nato, arbeite zusammen gegen hybride Bedrohungen und kooperiere in der Energie- und Klimapolitik.

„Und dann ist da noch das Wichtigste: die Menschen“, so Steinmeier weiter. „Ja, der Brexit hat Hürden aufgebaut. Schüleraustausch, Studium, Praktika – vieles ist schwieriger geworden. Gerade für junge Menschen. Das müssen wir ändern.“ Unter anderem arbeite man daran mit einer Jugendmobilitätsvereinbarung auf europäischer Ebene. „Und auch bilateral wollen wir dafür sorgen, dass deutsche Schüler wieder einfacher ins Vereinigte Königreich reisen können, britische Schüler einfacher nach Deutschland.“ Man habe außerdem E-Gates für britische Vielreisende geöffnet.

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Das seien alles erste Schritte, „aber wir wollen mehr“, sagte der Bundespräsident. „Wir haben mehr als 400 Städtepartnerschaften zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland, wie jene von Coventry mit und . Das sind 400 lebendige Brücken zwischen unseren Gesellschaften.“ Man wolle diese Brücken stärken und neue bauen. „Denn am Ende sind es die Menschen, die unsere Freundschaft tragen, nicht die Verträge, nicht die Institutionen. Sondern es sind Deutsche und Briten, die sich kennenlernen, die sich anfreunden, die gemeinsam studieren, arbeiten, leben.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Westminster-Palast (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Pragmatischer Ausbau der Beziehungen zwischen EU und UK gefordert
  • Kensington-Vertrag zwischen Großbritannien und Deutschland im Juli unterzeichnet
  • Jugendmobilitätsvereinbarung auf europäischer Ebene in Arbeit, um Reisen für Schüler zu erleichtern

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Unternehmen, Jugendliche und Gesellschaften in Deutschland und dem Vereinigten Königreich.
  • Wichtige Schritte: Jugendmobilitätsvereinbarung, 400 Städtepartnerschaften.
  • Ziel ist eine Vereinfachung des Handels und des interkulturellen Austauschs.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Pragmatischer Ausbau der Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien nach dem Brexit
  • Ziel der Erleichterung von Handel und Abbau von Bürokratie
  • Herausforderungen für junge Menschen durch erschwerte Mobilität aufgrund des Brexits

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ausbau der Beziehungen zu Großbritannien auf pragmatischer Basis
  • Erleichterung des Handels und Abbau von Bürokratie
  • Förderung von Austauschprogrammen für Schüler und Studierende
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