Gescheiterte UN-Bewerbung: Spahn verteidigt deutsche Israel-Politik

4. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Deutschland: Jens Spahn zum Israel-Konflikt

() – Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat die deutsche -Politik verteidigt. Man wolle Israel unterstützen, sagte Spahn dem „Interview der Woche“ der ARD nach dem Scheitern Deutschlands mit der Bewerbung um einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Wenn deswegen von einem anderen Land nicht gewählt werde, könne er das gut akzeptieren. „Dann will ich die Stimme im Zweifelsfall gar nicht“, sagte der CDU-Politiker.

Spahn nannte Israel einen Partnerstaat. Man sei einer der wichtigsten und stärksten Unterstützer Israels, der einzigen Demokratie im Nahen Osten, dem Partnerstaat, dem man historisch, aber auch ganz aktuell verbunden sei.

Nach der gescheiterten Bewerbung hatte es Kritik an der Haltung Deutschlands gegeben. Unter anderem wird der Bundesregierung vorgeworfen, nicht kritisch genug gegenüber dem Vorgehen Israels im Gaza-Krieg gewesen zu sein.

Mit Blick auf die Pläne für eine Pflegereform verteidigte Spahn Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Er finde, die Ministerin mache einen schweren, aber notwendigen Schritt und lege ein ausgewogenes Paket vor.

Niemand kürze gerne Leistungen. Aber die Pflegeversicherung sei „pleite“, es gebe ein „Milliardendefizit“. Das Geld, das man nicht durch mehr Wachstum eingenommen habe, sei jetzt nicht da – bei gleichzeitig alternder Gesellschaft. Vor gut 20 Jahren habe es zwei Millionen Pflegebedürftige in Deutschland gegeben, mittlerweile seien es sechs Millionen Menschen, die aus der Pflegeversicherung unterstützt würden. Das sei eine weiter steigende Zahl, weil die Gesellschaft älter werde und weil man auch die Leistung ausgeweitet habe. Es profitierten mehr Menschen von der Unterstützung, aber es müsse finanzierbar bleiben.

Siehe auch:  Rainer bleibt trotz Kabinettsbeschluss gegen Zuckerabgabe

Auf die Frage, ob er sich in ferner Zukunft auch mal das Kanzleramt vorstellen könnte, sagte Spahn, er sei da, wo er sei, „wirklich gerade ziemlich glücklich“. Er sei überzeugter und gern Parlamentarier und mache den Job als Fraktionschef gern und mit Freude. Das Parlament sei „die Herzkammer der Demokratie“. Da werde für 84 Millionen Menschen entschieden, was gelte. Er sei gern der Vorsitzende der größten Fraktion, so Spahn.

Auf die Frage, ob er angesichts der Lage des Landes nachts genauso gut schlafe wie der Kanzler, der das kürzlich von sich behauptet hatte, sagte Spahn, er „schlafe tatsächlich auch gut“. Mit der Heroisierung, nur vier oder fünf Stunden zu schlafen, könne er nichts anfangen. Seine Entscheidung und auch seine Laune sei besser, wenn er ausgeschlafen sei. Das heiße aber nicht, wenn man gut schlafe, dass einen die Dinge nicht besorgen. Die Lage des Landes besorge ihn natürlich.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jens Spahn (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Jens Spahn verteidigt die deutsche Israel-Politik und bezeichnet Israel als Partnerstaat.
  • Kritik an Deutschlands Haltung im Gaza-Krieg wegen mangelnder Kritik am Vorgehen Israels.
  • Spahn unterstützt die Pflegereform und thematisiert das Milliardendefizit der Pflegeversicherung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Unterstützung für Israel: betrifft die deutsche Regierung und international, besonders im Kontext der UN-Politik
  • Pflegeversicherung: betrifft die Pflegebedürftigen in Deutschland, etwa 6 Millionen Menschen, mit den Auswirkungen eines Milliardendefizits
  • Altersstruktur: zunehmende Zahl Pflegebedürftiger, prognostiziert weiteres Wachstum in den kommenden Jahren

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterstützung Israels als Partnerstaat der einzigen Demokratie im Nahen Osten
  • Kritik an der deutschen Haltung im Gaza-Konflikt und beim Scheitern der UN-Sicherheitsrat-Bewerbung
  • Anstieg der Zahl pflegebedürftiger Menschen und finanzielle Schwierigkeiten der Pflegeversicherung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unterstützung Israels bekräftigen
  • Kritische Stimmen zur deutschen Haltung im Gaza-Konflikt ernst nehmen
  • Pflegereform zur Sicherung der Pflegeversicherung vorantreiben
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH