Untersuchungsausschuss zu Polizei und Beförderungen legt Abschlussbericht vor

9. Dezember 2025

Baden-Württemberg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Polizeireform und Untersuchung im Landtag Stuttgart

() – Der Untersuchungsausschuss des Landtags zu den Themen Inspekteur der Polizei und Beförderungspraxis hat nach dreieinhalb Jahren seinen Abschlussbericht vorgelegt. Das teilte die Ausschussvorsitzende Daniela Evers (Grüne) am Dienstag in Stuttgart mit.

Der über 2.000 Seiten starke Bericht behandelt drei Komplexe: den Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung in Landesbehörden, die Weitergabe eines Anwaltschreibens durch Innenminister Thomas Strobl an einen Journalisten sowie die Beförderungs- und Besetzungspraxis innerhalb der Polizei Baden-Württembergs.

Im ersten Untersuchungskomplex kam eine beauftragte Ermittlerin laut Evers zu dem Ergebnis, dass es sich bei bekannt gewordenen Vorfällen sexueller Belästigung überwiegend um niederschwellige Einzelfälle ohne erkennbares strukturelles Problem gehandelt habe. Der Ausschuss empfiehlt jedoch mehrheitlich eine Dunkelfeldstudie, um das tatsächliche Ausmaß in den Behörden zu erfassen.

Die Beförderungspraxis bei der Polizei habe sich im Laufe der Arbeit zum faktischen Schwerpunkt entwickelt, so Evers.

Der Ausschuss führte zwischen Juni 2022 und November 2025 insgesamt 42 Sitzungen durch, vernahm 57 Zeugen und sichtete Akten in rund 150 Ordnern. Die Kosten beliefen sich bislang auf etwa 2,3 Millionen Euro.

Eine anonymisierte Fassung des Berichts ist online verfügbar. Der Landtag wird sich am 11. Dezember im Plenum mit den Ergebnissen befassen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizist (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Untersuchungsausschuss legt Abschlussbericht nach 3,5 Jahren vor.
  • Empfehlung für Dunkelfeldstudie zu sexueller Belästigung in Behörden.
  • Beförderungspraxis der Polizei wurde zum faktischen Schwerpunkt der Untersuchung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Polizei Baden-Württemberg, betroffen durch Vorwürfe sexueller Belästigung und Beförderungspraxis
  • Dunkelfeldstudie zur sexuellen Belästigung empfohlen, Untersuchungsteams bis November 2025 aktiv
  • 42 Sitzungen, 57 Zeugen gehört, 2,3 Millionen Euro Kosten bis jetzt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung in Landesbehörden
  • Weitergabe eines Anwaltschreibens durch Innenminister Thomas Strobl an einen Journalisten
  • Beförderungs- und Besetzungspraxis innerhalb der Polizei Baden-Württembergs

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Umsetzung einer Dunkelfeldstudie zur Erfassung des tatsächlichen Ausmaßes sexueller Belästigung in Behörden
  • Beratung über die Beförderungs- und Besetzungspraxis innerhalb der Polizei Baden-Württembergs
  • Landtag wird sich am 11. Dezember im Plenum mit den Ergebnissen des Berichts befassen
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