Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte gesunken

11. Dezember 2025

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Landwirtschaftliche Erzeugerpreise in Wiesbaden 2025

() – Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im Oktober 2025 um 1,7 Prozent niedriger als im Vormonat gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, fielen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte gegenüber dem Vormonat um 2,8 Prozent. Im September und August hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat jeweils bei +2,2 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung im Oktober 2025 erneut gegenläufig. So sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 10,3 Prozent gegenüber Oktober 2024, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 3,3 Prozent stiegen. Im Vergleich zum Vormonat verbilligten sich im Oktober 2025 sowohl Produkte aus pflanzlicher Erzeugung (-0,6 Prozent) als auch Produkte aus tierischer Erzeugung (-3,9 Prozent).

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren um 41,8 Prozent niedriger als im Oktober 2024. Im September hatte die Vorjahresveränderung bei -44,0 Prozent, im August 2025 bei -52,5 Prozent gelegen.

Die Preise für Gemüse fielen binnen Jahresfrist um 3,9 Prozent, wobei insbesondere Kohlgemüse (-22,5 Prozent), Gurken (-17,3 Prozent) und Eissalat (-12,1 Prozent) günstiger waren. Eine Preissteigerung war hingegen unter anderem bei Champignons zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 11,2 Prozent verteuerten.

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Oktober um 12,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -17,2 Prozent.

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Getreide war im Vergleich zum Oktober 2024 um 14,0 Prozent günstiger. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im Oktober um 2,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Auch Raps verbilligte sich um 4,1 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat weiterhin rückläufig. Beim Wein war eine Preissteigerung um 1,9 Prozent gegenüber Oktober 2024 zu verzeichnen.

Die Preise für Tiere lagen um 6,5 Prozent höher als im Oktober 2024. Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 36,9 Prozent. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen um 11,4 Prozent. Die Preise für Geflügel waren um 8,8 Prozent höher als im Oktober 2024. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 16,3 Prozent und bei Hähnchen um 4,3 Prozent.

Der Milchpreis lag im Oktober 2025 um 1,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Dies war der erste Preisrückgang im Vorjahresvergleich seit April 2024. Auch im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise für Milch (-4,7 Prozent). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 10,1 Prozent.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kühe (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Oktober 2025 gegenüber Vormonat um 1,7 Prozent gesunken.
  • Preise für pflanzliche Erzeugnisse im Oktober 2025 um 10,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat; Preisrückgang bei Speisekartoffeln um 41,8 Prozent.
  • Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse im Oktober 2025 um 3,3 Prozent gestiegen, insbesondere bei Rindern (+36,9 Prozent).

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte
  • Regionen: Deutschland
  • Zeiträume: Oktober 2025, Oktober 2024; Preissenkungen und Steigerungen im Jahresvergleich

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rückgang der Erzeugerpreise für pflanzliche Produkte um 10,3 % im Vergleich zum Vorjahr
  • Preissenkungen bei Speisekartoffeln um 41,8 %, Kohlgemüse um 22,5 % und Tafeläpfeln um 17,2 %
  • Anstieg der Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 3,3 % aufgrund höherer Preise für Rinder (+36,9 %) und Geflügel (+8,8 %)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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