Arche-Gründer fordert Ausbildungspflicht für Schulabbrecher

16. Dezember 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Herausforderungen in Berlin

() – Bernd Siggelkow, Gründer des Kinderhilfswerks „Die Arche“, hat angesichts vieler Jugendlicher ohne Schulabschluss eine Ausbildungspflicht gefordert.

„Ansonsten rutschen diese Jugendlichen auf die schiefe Bahn“, sagte Siggelkow gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ von Ippen-Media. Er bezeichnet die Situation an deutschen Schulen als „desaströs“, nennt das Bildungssystem „das drängendste Problem, das wir haben“.

Die Arche betreue inzwischen 11.000 Kinder und Jugendliche und benötige dafür in diesem Jahr 25 Millionen Euro – deutlich mehr als in den Vorjahren. Viele der Kinder seien „äußerst verhaltenskreativ“ und bräuchten intensive Betreuung. Für das kommende Jahr rechnet Siggelkow mit Kosten von 29 Millionen Euro.

„Als Gesellschaft schaffen wir uns an den Stadträndern die Brennpunktschulen selbst“, kritisiert er. Wenn es an einer Schule einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund gebe, würden deutsche Eltern ihre Kinder zunehmend auf Privatschulen schicken. Das verstärke eine „Abwärtsspirale“ der benachteiligten Familien. „Wir müssen Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen oder Fluchterfahrungen besser verteilen, damit jede Schulklasse einen gleichmäßigen Anteil dieser Kinder hat“, fordert der Arche-Gründer. Dafür brauche es Konzepte mit Bussen, kleineren Klassen und multiprofessionellen Teams.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Leute (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bernd Siggelkow fordert eine Ausbildungspflicht für Jugendliche ohne Schulabschluss.
  • Die Arche betreut 11.000 Kinder und Jugendliche, benötigt 25 Millionen Euro in diesem Jahr, projeziert 29 Millionen für nächstes Jahr.
  • Kritisiert Abwärtsspirale durch hohe Migrationsanteile in Schulen; fordert bessere Verteilung der Schüler mit schlechten Deutschkenntnissen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Jugendliche ohne Schulabschluss
  • Zielgruppe: 11.000 betreute Kinder und Jugendliche
  • Finanzierungsbedarf: 25 Millionen Euro in 2023, 29 Millionen Euro in 2024

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach einer Ausbildungspflicht für Jugendliche ohne Schulabschluss
  • Kritische Einschätzung des Bildungssystems und der derzeitigen Schulsituation als desaströs
  • Notwendigkeit intensiver Betreuung für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ausbildungspflicht für Jugendliche fordern
  • Kosten für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen erhöhen
  • Bessere Verteilung von Kindern mit Migrationshintergrund in Schulklassen anstreben

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